Hundehaufen: Rücksichtslosen Hundebesitzern drohen saftige Bußgelder

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Auf einem Weg entlang der Hangeney-Grundschule ist Slalomlauf angesagt: Hundebesitzer lassen die Haufen ihrer Vierbeiner einfach liegen. Dabei droht ihnen ein Bußgeld.

Kirchlinde

, 01.10.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Weg entlang der Hangeney-Grundschule in Kirchlinde gehört zwar nicht zum Schulgelände, dennoch hat Schulleiterin Almuth Grau nun das Ordnungsamt der Stadt Dortmund darauf aufmerksam gemacht.

Der Grund: Hundebesitzer lassen die Haufen ihrer Vierbeiner dort einfach mitten auf dem Weg liegen. Kita-Kinder, Grundschüler und deren Eltern müssen Slalom laufen. Das klappt allerdings nicht immer und hat schon oft unangenehme Gerüche in die Klassenräume gebracht.

„Die Kinder laufen da rein und haben alles unter den Schuhen kleben“, sagte Almuth Grau im Gespräch mit der Redaktion. Gerade in der dunklen Jahreszeit komme es häufig vor, dass Hundebesitzer sich im Schutz der Dunkelheit unbeobachtet fühlen und Tretminen hinterlassen.

Ordnungsamt kündigt Kontrollen an

Ein Problem, von dem Christian Heimbrodt ein Lied singen kann. Wann immer er seine Tochter und die zwei Nachbarskinder zur Fabido-Kita am Osulfweg bringt, wird der Weg entlang der Hangeney-Grundschule zum Hindernisparcours.

Vor allem wenn er zusätzlich seinen Jüngsten im Kinderwagen dabei habe, sei die Strecke nur mit Mühe zu bewältigen, so der zweifache Familienvater. Hundebesitzer direkt anzusprechen habe allerdings nicht gefruchtet.

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„Es kommen immer nur Ausreden, sie sagen beispielsweise, dass sie gerade keine Tüten dabei hätten oder ihnen die Zeit fehle“, sagt Christian Heimbrodt. „Ich würde mir einfach nur wünschen, dass die Menschen rücksichtsvoll damit umgehen und die Hinterlassenschaften ihrer Hunde einfach entfernen.“

Das Ordnungsamt der Stadt Dortmund hat indes auf die Beschwerde der Hangeney-Schulleiterin reagiert. „Aufgrund der eingegangenen Hinweise werden Kontrollen durch Außendienstkräfte des Ordnungsamtes im fraglichen Bereich erfolgen“, sagt Stadt-Pressesprecher Maximilian Löchter auf Anfrage.

Hundehaufen liegen lassen ist strafbar

Zwar werden Hundebesitzer eher selten „auf frischer Tat ertappt“, dennoch könne die Präsenz uniformierter Streifendienstkräfte zu einer Verbesserung der Situation beitragen, weil sich die Menschen dann regelkonform verhalten, so Löchter. „Es können aber auch Kontrollen durch zivil gekleidete Einsatzkräfte stattfinden.“

Sollte ein Hundebesitzer tatsächlich erwischt werden, drohen je nach „Tatort“ Bußgelder in Höhe von 75 bis 100 Euro. Mülleimer mit Hundekot-Beutel-Spender seien indes aus Sicht der Stadt nicht die Lösung des Problems.

„Die Erfahrungen haben gezeigt, dass diese Art der Entsorgung immer wieder durch Vandalismus unnütz gemacht wird“, sagt Maximilian Löchter. Daher werden derartige Spender nicht mehr aufgebaut.

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