Huckarde zur IGA 2027: Die grüne Lunge atmet rund um die Kokerei Hansa

dzIGA 2027

Gleich fünf Ausstellungsräume der Internationalen Gartenausstellung (IGA) 2027 befinden sich im Stadtbezirk Huckarde. Spektakulärstes Projekt soll eine besondere Brücke werden.

Huckarde

, 01.02.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Internationale Gartenausstellung (IGA) 2027 wird ein Mammutprojekt für die Stadt Dortmund und die Emschergenossenschaft. Zumal bereits in diesem Jahr alle nötigen Anträge, beispielsweise für Baumaßnahmen, gestellt werden müssen.

Vom Hochwasserrückhaltebecken in Mengede bis zum Phoenix-See in Hörde soll dann pünktlich zur IGA alles fertig sein. Ganze fünf Ausstellungsräume werden sich im Stadtbezirk Huckarde befinden.

Genutzt werden der Deusenberg, das Gelände der Kokerei Hansa und der nördlich daran anschließende Grünanger. Hinzu kommen sollen der Energie-Campus und das Brückenbauwerk „Haldensprung“.

Brücke schafft Verbindung zwischen IGA-Ausstellungen

Beides existiert heute noch nicht. „Der Energie-Campus soll aber pünktlich fertig werden“, erklärt Gisela Nürenberg als Projektgruppenleiterin IGA 2027. „Und wenn er wider Erwarten nicht rechtzeitig fertig wird, bleibt dort definitiv keine Leerfläche.“

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Es gebe Alternativideen, wie sich der Ausstellungsbereich im Notfall anders gestalten lasse. Künftig aber soll der Energie-Campus als Technologie- und Gewerbepark Unternehmen einen Standort zwischen den Stadtbezirken Huckarde und Mengede ermöglichen.

Huckarde zur IGA 2027: Die grüne Lunge atmet rund um die Kokerei Hansa

Die Kokerei Hansa bietet ausreichend Platz für Aktionen der IGA 2027. © (A) Hochschule Mainz

Ein Bauprojekt, das Gisela Nürenberg gern pünktlich zur IGA 2027 realisiert sähe, ist die Brücke „Haldensprung“ zwischen dem Gelände der Kokerei Hansa und dem Deusenberg.

„Laut unseren bisherigen Informationen ist der Bau der Brücke machbar und wir versuchen, dafür Fördermittel zu erhalten“, erzählt sie. Wird der „Haldensprung“ gebaut, ist er nicht nur eine Verbindungsstelle zwischen zwei Ausstellungsbereichen.

Er soll dauerhaft bestehen bleiben und so die Kokerei Hansa und den Deusenberg miteinander verbinden.

Deusenberg wird zur IGA barrierefrei

Eine temporäre IGA-„Attraktion“ wird die barrierefreie Begehbarkeit des Deusenbergs. „Wir möchten diesen tollen Ausblick über die Ausstellungsbereiche niemandem vorenthalten“, erklärt Gisela Nürenberg.

Mit Rampen, die die Steigung des Deusenbergs minimieren, soll das möglich werden. Für immer sei das nicht, man arbeite jedoch parallel an einer nachhaltigen Erschließung des Deusenbergs, wie sie sich die Huckarder und vor allem die Deusener schon lange wünschen.

Huckarde zur IGA 2027: Die grüne Lunge atmet rund um die Kokerei Hansa

Der Deusenberg soll zur IGA barrierefrei sein. © Oskar Neubauer

Während der Gartenausstellung wird dort Platz für Freizeitaktivitäten sein. Zudem soll es schattige Plätze zum Ausruhen geben.

Auch eine Blumenschau ist geplant, ebenso wie auf dem Gelände des Grünangers nördlich der Kokerei Hansa und auf dem Kokereigelände selbst. Zudem soll der Grünanger mit Spielmöglichkeiten für die jungen Besucher ausgestattet werden.

Kokerei Hansa hat gleich mehrere Attraktionen

Auf dem Kokereigelände wird bis zur IGA 2027 einiges passieren. Unter anderem wird das gesamte Areal saniert und um weitere Grünbereiche ergänzt. Zudem werden neben der Blumenschau weitere Attraktionen auf Hansa zu sehen sein. Welche genau, ist noch nicht bekannt.

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„Wir möchten aber das gesamte Denkmal-Ensemble bespielen“, sagt Gisela Nürenberg. Der nahe gelegene Energie-Campus soll ebenso wie der Grünanger mit „Oberflächenwasser“ gestaltet werden.

Neben den Haupt-Ausstellungsbereichen sollen auch bestehende Grünflächen wie der Revierpark Wischlingen in die Gartenausstellung einbezogen werden. Rad- und Fußwege sollen die einzelnen Punkte miteinander vernetzen.

Wege sollen bleiben

„Wir möchten den Autoverkehr so gering wie möglich halten“, sagt Gisela Nürenberg. „Dennoch wird es auch temporäre Parkplätze geben.“ Die Fuß- und Radwege sind dafür dauerhaft angelegt.

Die Pflege der IGA-Teile, die die Ausstellung überdauern, werde von Anfang an in die Planung miteinbezogen.

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