224 Hostedder Spar-und-Bau-Wohnungen machen eine Zeitreise

dzWohnen in Hostedde

Neue Türen und Fenster, Videosprechanlagen und Zentralthermen im Dachgeschoss: Das Spar- und Bauquartier in Hostedde wird derzeit modernisiert. Der Spielplatz ist umgezogen.

von Tobias Weskamp

Hostedde

, 09.06.2019 / Lesedauer: 3 min

In Hostedde hat der Spar- und Bauverein seit 2014 viele Modernisierungen umgesetzt. Bis 2022 werden alle 224 Wohnungen an den Straßen In der Liethe, Mohlweg, Pücklerweg und Graebnerstraße eine „Zeitreise in Sachen Wohnkomfort“ erleben, wie der Spar- und Bauverein in einer Presseerklärung darlegt.

Energetische Sanierung wird gefördert

Für die insbesondere auf die energetische Optimierung ausgerichteten Maßnahmen wurden sowohl Förderangebote der NRW-Bank als auch Mittel der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) eingesetzt. Balkone wurden modernisiert, Fassaden gedämmt und ansprechend neu gestaltet, Kellerdecken gedämmt, Bäder erneuert, Videosprechanlagen installiert, Außenanlagen neu konzipiert und modern gestaltet. Neue Türen und Fenster runden die Großmodernisierung ab.

Die Gasetagenheizungen wurden durch Zentralthermen im Dachgeschoss ersetzt. Sonnenkollektoren dienen der Warmwassergewinnung.

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Franz-Bernd Große-Wilde, Vorstandsvorsitzender der Spar- und Bauverein eG Dortmund. © Frauke Schumann Fotografie

Der Spielplatz bekam einen neuen Standort. Er befand sich ursprünglich am Rande des Quartiers. Jetzt ist er in die Mitte des Quartiers zu finden und damit auch vom Straßenverkehr abgelegener. „Bei einer ganzheitlichen Betrachtung der Quartiere spielen auch veränderte Tagesabläufe der Bewohner, soziale Strukturen und individuelle Anforderungen – wie beispielsweise die junger Familien mit Kindern – eine große Rolle“, erklärt Franz-Bernd Große-Wilde, Vorstandsvorsitzender des Spar- und Bauvereins.

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Detlev Frank Thißen, Mitglied des Aufsichtsrats der Spar- und Bauverein eG Dortmund © Sparbau

Detlev Thißen lobt das Mietniveau

Detlev Frank Thißen, Aufsichtsratsmitglied des Spar- und Bauvereins und zugleich Nachbar in Scharnhorst, freut sich besonders darüber, dass die Mieten nur moderat gestiegen sind, wie er findet. „Das umfangreich in Modernisierung und Instandhaltung investiert wird, ohne aber nur annähernd die gesetzlich möglichen Spielräume für Mieterhöhungen nach Modernisierung, auszunutzen – das ist für alle Bewohner genauso wichtig wie der gestiegene Wohnkomfort.“ Die Wohnungen in Hostedde kosteten vor der Modernisierung durchschnittlich 4,60 Euro je Quadratmeter. Nach der Modernisierung sind es durchschnittlich 5,40 Euro. Umlagefähig wäre laut Florian Ebrecht, Prokurist und Leiter des Technischen Gebäudemanagements, ein Betrag von deutlich mehr als 2 Euro je Quadratmeter gewesen, aber Sparbau habe maximal 1,57 Euro umgelegt.

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Florian Ebrecht, Prokurist und Leiter des Technischen Gebäudemanagements © Frauke Schumann Fotografie

Die Großmodernisierung in Hostedde ist inzwischen ein über Dortmund hinaus Beachtung findendes Projekt. Die Initiative „Wohnen auf Kohle“ des Verbands der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen, des Regionalverbands Ruhr und der NRW.Bank erforscht und ermittelt Handlungsbedarfe in ehemals industrienah gelegenen Wohnquartieren - auch anhand der Siedlung in Hostedde.

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