Hospiz: Quarantäne vor Neuaufnahmen in Corona-Zeiten?

dzCorona

Aufatmen im Hospiz: Der Anfangsverdacht eines Gastes auf das Coronavirus hat sich nicht bestätigt. Offen bleibt aber, wie ein Wunsch des Dortmunder Gesundheitsamtes umgesetzt werden soll.

Westrich

, 10.04.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Aufatmen im Hospiz an der Bockenfelder Straße. Das Fieber, das bei einem älteren Mann vor einigen Tagen plötzlich ausgebrochen war, hing nicht mit einer Infektion durch das Coronavirus zusammen. Das bestätigte die Stiftungsvorsitzende Elisabeth Grümer im Gespräch mit unserer Redaktion.

Grümer atmet aber auch aus einem anderen Grund auf. Mithilfe des Castrop-Rauxeler SPD-Bundestagsabgeordneten Frank Schwabe, der auch als Botschafter für das geplante Kinderhospiz Sonnenherz in der Nachbarschaft des bestehenden Hospizes fungiert, konnten 20 Liter Desinfektionsmittel organisiert werden. Über eine Apotheke in Recklinghausen und eine Brauerei.

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„Dafür bin ich Frank Schwabe und seinem Büroleiter Frank Cerny in Recklinghausen sehr dankbar“, sagte Grümer. Zwar ändere das nichts daran, dass es im Hospiz weiter auch an Schutzanzügen und Masken mangele, gleichwohl setze man hier auf den Faktor Zeit und dass auch Hospize und Altenheime endlich mit der notwendigen Schutzausrüstung versorgt werden.

Gespräche über Quarantäne in der Einrichtung

In Sachen Zeit geht es noch um einen anderen Aspekt. Auf Anweisung des Gesundheitsamtes in Dortmund sollten neu aufzunehmende Menschen 14 Tage in Quarantäne bleiben, erklärte Elisabeth Grümer.

Wie das aussehen könnte und ob das überhaupt für so einen relativ langen Zeitraum realisierbar wäre, darüber laufen noch Gespräche.

Um Ausweichmöglichkeiten zu haben, wenn im Hospiz bei einem Bewohner das Coronavirus diagnostiziert würde, ist zuletzt die Zahl der Gäste von zwölf auf zehn reduziert worden. Der Wunsch von Einrichtungs- und Pflegedienstleiterin Heike Schöttler nach einem Tablet für die Gäste wurde prompt erfüllt, nachdem unsere Redaktion darüber berichtet hat.

Bislang seien zwei Tablets gespendet worden und ein Betrag von 150 Euro zur Anschaffung eines weiteren Tablets als Spende eingegangen, berichtet Elisabeth Grümer. Die 72-Jährige bedankt sich bei allen Förderern, Spendern und Wegbegleitern, die das Hospiz St. Elisabeth unterstützen und auch bei der Verwirklichung des Herzenswunsches Kinderhospiz helfen, mit guten Wünschen zum Osterfest.

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