Hohenbuschei-Bombenfund: Evakuierungsstelle hatte nur wenige Gäste

dzWeltkriegsbombe

Die Anwohner auf Hohenbuschei waren mit Flyern bereits am Mittwoch auf die bevorstehende Bomben-Evakuierung vorbereitet worden. Das nahm dem Donnerstag einiges an Stress.

Brackel, Scharnhorst

, 16.11.2020, 15:25 Uhr / Lesedauer: 1 min

Lediglich neun Anwohner, die wegen der Weltkriegsbombe auf Hohenbuschei ihre Häuser verlassen mussten, suchten die Evakuierungsstelle in der Gesamtschule Scharnhorst auf. Für die Einsatzleiter Udo Schönfeld (Feuerwehr) und Stefan Gießelmann (Johanniter) und ihre Teams war es ein ausgesprochen ruhiger Einsatz. Krankentransporte gab es gar nicht, zwei Menschen, die sich in Corona-Quarantäne befanden, wurden in eine Sozialstation nach Syburg gebracht.

Zu den wenigen Nutzern der Evakuierungsstelle gehörten Gabi Schröder und Udo Thielert. Sie wollten den Nachmittag nicht bei Verwandten verbringen, weil die zur Corona-Risikogruppe gehören. Ihren Humor konnte ihnen der unfreiwillige Ausflug nicht nehmen. Sie fragten scherzhaft, wann denn wohl die Pizza und eine Flasche Rotwein geliefert werde. Beides gehörte zwar nicht zum Repertoire der Johanniter, dafür aber Kaffee, Tee, Wasser und Plätzchen.

Feuerwehr, Johanniter, Polizei und Ordnungsamt waren mit vielen Einsatzfahrzeugen an der Gesamtschule Scharnhorst vertreten, die wieder als Evakuierungsstelle diente

Feuerwehr, Johanniter, Polizei und Ordnungsamt waren mit vielen Einsatzfahrzeugen an der Gesamtschule Scharnhorst vertreten, die wieder als Evakuierungsstelle diente. © Andreas Schröter

Udo Schönfeld führte die geringe Resonanz in der Evakuierungsstelle darauf zurück, dass bereits am Mittwoch frühzeitig Flyer im Evakuierungsgebiet verteilt worden waren, sodass sich die Menschen auf den Tag vorbereiten konnten. Auch für die Gesamtschule Scharnhorst stellte der Tag kein Problem dar, wie Schulleiter Nadim Al-Madani sagte. Schüler und Eltern waren ebenfalls bereits am Mittwoch über den früheren Unterrichtsschluss informiert worden.

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