500 Hörder stimmten ab für neue Bäume im Stadtteil – das ist das Ergebnis

Hörder Neumarkt

Der Hörder Neumarkt soll grüner werden: Zum ersten Mal konnten Anwohner über die Standortwahl von neuen Bäumen abstimmen. Die Resonanz überraschte die Stadt. Jetzt gibt es Ergebnisse.

von Alexandra Wachelau

Hörde

, 16.11.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Bäume der Wanderbaum-Allee – übrigens ist es die Sorte Zierapfel – stehen stellvertretend für einen gepflanzten Baum. Bis Ende Oktober konnten die Anwohner über ihren favorisierten Standort abstimmen.

Die Bäume der Wanderbaum-Allee – übrigens ist es die Sorte Zierapfel – stehen stellvertretend für einen gepflanzten Baum. Bis Ende Oktober konnten die Anwohner über ihren favorisierten Standort abstimmen. © Katja Schnell

Die Dortmunder Wanderbaum-Allee ist ein Pilotprojekt. Anwohner können hier selbst über die Standorte von neuen Bäumen entscheiden. Für die Veranschaulichung eines Standorts wurden – stets vorübergehend – junge Bäume aufgestellt, die nach und nach durch die Straßen des Neumarkts zogen.

Jetzt, im November, ist die Abstimmung über die einzelnen Standorte vorbei – und die Resonanz war groß, wie die Stadt mitteilt: Fast 500 Stimmen wurden von der Hörder Stadtteilagentur aufgenommen, viele ausführliche Kommentare und Anregungen waren mit dabei.

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Susanne Linnebach, die das Amt für Stadterneuerung leitet, freut sich über diese Resonanz: „Die Menge der Stimmen und auch die vielen inhaltlichen Kommentare haben uns überrascht. Sie zeigen, dass sich die Hörderinnen besonders für ihren Wohnort engagieren“, sagt sie.

Schon im August zeigten die Anwohner Interesse an dem Projekt und gossen die Bäume der Wander-Allee.

Schon im August zeigten die Anwohner Interesse an dem Projekt und gossen die Bäume der Wander-Allee. © Stadt Dortmund

Die meisten Stimmen bekam die Suebenstraße, gefolgt vom Entenpoth und der Lugierstraße. Dahinter liegen die Piepenstockstraße, die Kleine Gildenstraße, die Beukenbergstraße, die Graudenzer Straße und – mit den wenigsten Stimmen – die Nervierstraße. Insgesamt sollen 30 Bäume gepflanzt werden, nicht alle Straßen können welche bekommen.

Das letzte Wort hat demnach die Bezirksvertretung, die im Frühjahr 2021 entscheiden soll, welche Straßen aus der Abstimmung tatsächlich mit Bäumen begrünt werden. Voraussichtlich im Frühjahr 2022 werden die Bäume dann gepflanzt.

Vielleicht wird es nicht die letzte Wanderbaum-Allee in Dortmund gewesen sein: „Wir werden die Hörder Erfahrungen in vielen weiteren Projekten berücksichtigen“, sagt Susanne Linnebach.

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