Hörder Politik diskutiert über Anleinpflicht und Landschaftsschutz

dzNeuer Landschaftsplan

Jagd, Abholzung, Dünger-Einsatz und Anleinpflicht für Hunde - all diese Punkte gehören zum neuen Landschaftsplan. Die Hörder Lokalpolitik nahm das Werk jetzt unter die Lupe.

Hörde

, 02.09.2020, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach vielen Jahren Planung und Abstimmung und Beschluss durch den Rat der Stadt tritt der neue Landschaftsplan für Dortmund in diesem Herbst in Kraft, sofern die Höhere Naturschutzbehörde bei der Bezirksregierung Arnsberg zustimmt.

Der Plan war zuvor in allen Bezirksvertretungen (BV) ein Thema. Die Hörder BV aber widmete dem Regelwerk am 1. September eine Sondersitzung, auf der eine Mitarbeiterin des Umweltamtes den Plan ausführlich vorstellte. „Das Thema ist einfach zu wichtig und umfangreich für eine normale BV-Sitzung“, erklärt Ulrich Spangenberg, Geschäftsführer der Bezirksvertretung Hörde.

Die Neuregelungen zum Schutz und zur Entwicklung von Natur und Landschaft sollten nicht „im allgemeinen Getümmel“ untergehen. Außerdem wolle Bezirksbürgermeister Sascha Hillgeris mit der eigenen Sitzung die Bedeutung des Themas betonen. Im Vorfeld habe es dazu wegen der zeitlich engen Taktung keine Gelegenheit gegeben.

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Nun ist es eigentlich zu spät, um noch Änderungswünsche einzubringen.

Der neue Plan löst die bis dahin gültigen Landschaftspläne Dortmund-Nord, -Mitte und -Süd durch eine gesamtstädtische Version ab, die für die nächsten 20 Jahre gelten soll.

Die einzelnen Regelungen seien aber nicht in Stein gemeißelt, es könnten bereits nach einem Jahr Änderungen erfolgen, so Ulrich Spangenberg. Die BV hätte also noch immer die Möglichkeit, sich einzubringen.

Die Naturschutzverbände sprechen sich für eine Anleinpflicht aus.

Die Naturschutzverbände sprechen sich für eine Anleinpflicht aus. © Archiv

Einer der meist umstrittenen Punkte - die fehlende Anleinpflicht für Hunde in Wäldern - konnte bereits entschärft werden. Denn die Tiere dürfen - ob mit oder ohne Leine - nur auf den Wegen laufen. „Sie sind also nicht das Problem, sondern diejenigen, die durchs Gebüsch streifen“, so Spangenberg.

In Naturschutzgebieten in freier Landschaft müssen Hunde weiterhin an die Leine genommen werden.

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Zukünftig sollen Ordnungsmitarbeiter, sogenannte Ranger, Verständnis dafür schaffen und helfen, die Regeln durchzusetzen. Dafür sollen Außendienststellen geschaffen und zusätzliches Personal eingestellt werden. Mit dieser Regelung waren auch die Hörder Politiker einverstanden.

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Was nicht funktioniert, kann nach einem Jahr nachgebessert werden. Spangenberg: „Der Plan wird fortgeschrieben und es wird Änderungen geben. Von daher besteht die Möglichkeit, sich immer dort einzubringen. Diese Möglichkeit besteht natürlich auch bezüglich der Diskussion über die Anleinpflicht in Wäldern.“

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