Mit Kraft und Köpfchen: Drei Kletter-Hotspots im Dortmunder Westen

dzKlettern

Der Dortmunder Westen bietet für Kletterer viele Möglichkeiten. Kletter- und Boulderhallen und ein Kletterpark liegen auf engstem Raum – wir haben sie getestet und verlosen zwei Familienkarten.

Dortmund

, 28.07.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 4 min

Kletterpark Tree2Tree:

Unser erster Besuch führt uns in den Kletterpark Tree2Tree im Revierpark Wischlingen. Hier ist wirklich für jeden etwas dabei. Es gibt Parcours für Kinder und Familien, aber auch Hindernisse, die selbst die Sportlichsten ins Schwitzen bringen.

Nachdem wir am Kassenhäuschen mit Maske bezahlt haben, dürfen wir auf dem Parcours und auf den Wegen im Wald auf die Masken verzichten. Ein Video erklärt, wie geklettert wird und wie die Karabiner anzuordnen sind. An einem kleinen Probe-Parcours stellen wir unter Beweis, dass wir die Regeln verstanden haben – und schon geht es los.

Kletterpark Tree2Tree

Vom Kletter-Neuling bis zum Sportler finden im Tree2Tree-Kletterpark alle Besucher ihren individuellen Schwierigkeitsgrad. © Nora Varga

Die Kletterstrecken sind in verschiedene Schwierigkeitsstufen unterteilt und geben so einen guten Anhaltspunkt für die Besucher. Wir probieren zuerst einen leichten Kletterweg aus, der einen guten Einstieg bietet. Links und rechts von uns haben vor allem die Kinder Spaß an dem Abenteuer und einige der Eltern müssen sich ganz schön beeilen, um ihrem flinken Nachwuchs zu folgen.

Der Tree2Tree ist besonders für Familien ein gelungenes Ausflugsziel.

Der Tree2Tree ist besonders für Familien ein gelungenes Ausflugsziel. © Nora Varga

Besonders die Seilrutschen erfreuen sich großer Beliebtheit, freudige Schreie hallen durch den Wald. Wir arbeiten uns ohne größere Schwierigkeiten durch den Kurs, die letzte Seilrutsche führt uns auf festen Untergrund, allerdings rutsche ich mit so viel Schwung, dass ich noch ein gutes Stück durch den Schlamm schlittere. Wer hierher kommt, der sollte Kleidung tragen, die dreckig werden darf.

Wer sich zwischen den Parcours nach einer Pause sehnt, dem macht Corona einen Strich durch die Rechnung. Picknicken und Grillen, wie vor der Pandemie, sind momentan nicht möglich.

Besonders die wackeligen und beweglichen Elemente haben es in sich.

Besonders die wackeligen und beweglichen Elemente haben es in sich. © Nora Varga

Als nächstes wagen wir uns an einen schweren Parcours. Und schon bei der Leiter zur ersten Plattform ist klar: „Das wird anstrengend.“ Immer wieder ist Balance erforderlich, ist Kraft erforderlich, um durch die Hindernisse von einer Plattform zur nächsten zu kommen.

Wir rutschen ab und das ein oder andere Mal bewahren uns die beiden großen Karabiner mit den Seilen davor, vom Baum zu fallen. 45 Minuten später haben wir uns durch den Parcours gekämpft und sitzen völlig außer Atem auf einer der wenigen Bänke, die aufgestellt sind.

Der Tree2Tree Kletterpark in Wischlingen ist ein schönes Ausflugsziel für Familien, aber auch für Sportler, die eine neue Herausforderung suchen. Abzüge gibt es für einige wenige Mängel an den Hindernissen.

tree2tree Dortmund im Revierpark Wischlingen, Höfkerstraße 12, Infos online unter www.tree2tree.de

Boulderwelt Dortmund:

Auch wenn Bouldern noch zu den eher exotischen Sportarten gehört, in der Boulderwelt Dortmund merkt man, dass dieser Sport etwas für alle sein kein. Beim Bouldern geht es darum, ohne Sicherung an Kletterelementen eine gewisse Höhe zu erklimmen. Die Wände beim Bouldern dürfen nicht höher als 4,5 Meter hoch sein. Das klingt zunächst hoch, doch man kann aus dieser Höhe von der Wand auf eine weiche Matte springen.

Boulderwelt Dortmund

Weiche Matten garantieren, dass sich Boulderer bei einem Sturz nicht ernsthaft verletzen. © Boulderwelt Dortmund

Malena Turon (30) ist für den Kundenservice zuständig und führt mich durch die Halle. Die Laufwege sind markiert und im Kassenbereich herrscht Maskenpflicht. Malena bouldert selbst und schwärmt davon, dass das Bouldern etwas für jeden sein kann.

In der Kinderhalle wird deutlich, was sie meint. Die Kinder des Kinderferienprogramms klettern an den Griffen, die mit weniger Abstand angebracht sind, und haben augenscheinlich eine Menge Spaß, sich ohne Sicherung und ohne Eltern an der Wand auszuprobieren.

Der Kinderbereich der Boulderwelt Dortmund

Im Kinderbereich können die jungen Besucher getrennt von den Erwachsenen klettern. Hier sind die Matten weicher und die Griffe hängen nicht so weit auseinander. © Nora Varga

Malena übergibt mich Sergej. Er ist der Schrauber, das bedeutet, er überlegt sich mit seinen Kollegen neue Kletterwege und sorgt dafür, dass circa alle sechs Wochen die Wände neu gestaltet sind. Für ihn ist die Vielfalt der Strecken wichtig: „Es braucht nicht nur Kraft, sondern auch Köpfchen, Balance und Mut.“

Das Erfolgserlebnis, am Ende das Ziel erreicht und die Wand erklommen zu haben, ist für Anfänger und Fortgeschrittene toll.

Das Erfolgserlebnis, am Ende das Ziel erreicht und die Wand erklommen zu haben, ist für Anfänger und Fortgeschrittene toll. © Malena Turon

Ich leihe mir an der Rezeption die passenden Kletterschuhe und erkunde mit Sergej die Wege an der Wand. Die ersten sind noch ziemlich leicht, aber schnell begeben wir uns an schwierigere Wände und es wird klar, was Sergej mit Vielfalt gemeint hat.

Mache Wege sind gar nicht so anstrengend, aber es erfordert Mut, sein ganzes Gewicht zu verlagern und sich quasi ins Nichts kippen zu lassen. Zum Teil dauert es einige Zeit, bis ich verstanden habe, wo das Geheimnis der jeweiligen Route liegt. Auf jeder Schwierigkeitsstufe gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichen Strecken, die verschiedene Fähigkeiten beanspruchen. Dass einem hier langweilig wird, ist nur schwer vorstellbar.

Die Kletterwände in der Boulderwelt Dortmund.

Die Kletterwände in der Boulderwelt Dortmund. © Nora Varga

Vincent Ruff (26) ist Stammgast in der Boulderwelt und schätzt vor allem das offene Ohr der Mitarbeiter: „Man kann immer Fragen, wie eine Route gemeint ist und was der Schrauber sich dabei gedacht hat“, sagt er.

In der Boulderhalle gibt es in der Gastronomie warmes Essen und Getränke. Durch Corona ist das Duschen und Umziehen aktuell nicht möglich. Am besten also, man kommt bereits in den richtigen Klamotten.

Boulderwelt Dortmund, Brennaborstraße 10, Infos online unter www.boulderwelt-dortmund.de

Kletterhalle Bergwerk:

In der Kletterhalle Bergwerk legt man viel Wert darauf, das Vorbild des Klettern nicht aus den Augen zu verlieren: die Natur. Alle Kletterlandschaften werden vom hauseigenen Tischler angefertigt und nicht von der Stange gekauft.

In der Kletterhalle Bergwerk gibt es im Inneren der Halle um die 300 Kletterrouten, die bis in Höhen von 23 Metern führen, sowie einige Strecken, die draußen angelegt sind. Es gibt eine große Boulderhalle, die vor allem von ihren ungewöhnlichen Formen profitiert. Und auch hier gibt es einen nagelneuen Außenbereich.

Die Kletterhalle erstreckt sich in eine Höhe bis zu 23 Metern. Wer hier Klettern will muss eine Schnupperstunde nehmen oder einen Sicherungsschein haben.

Die Kletterhalle erstreckt sich in eine Höhe von 23 Metern. Wer hier Klettern will, muss eine Schnupperstunde nehmen oder einen Sicherungsschein haben. © Nora Varga

Kinder dürfen sich über einen eigenen Boulder-Bereich und kinderfreundliche Strecken freuen, dürfen unter der Anleitung von Erwachsenen aber auch in die Kletterhalle. Für Anfänger gibt es Schnupperkurse, denn wer in der eigentlichen Kletterhalle in die Höhe will, der muss einen Sicherungsschein vorweisen.

Unter der Anleitung und Sicherung von Trainer Stefan Koslowski versuche ich mich am Klettern. Der Gurt gibt mir Sicherheit und die Kletterschuhe einen festen Tritt. Wir üben ein paarmal an den Einführungsstrecken und machen uns dann auf in die große Halle. Als ich hier kurz vor dem Ende in die Tiefe schaue, werden meine Knie doch ein wenig weich.

Stefan beruhigt mich: „Das geht am Anfang vielen so und wenn man das dann ein paarmal macht, gewöhnt man sich dran.“ Ihm wäre es damals auch so gegangen. Die Strecken sind mit Nummern nach Schwierigkeitsgraden sortiert. Es gibt einfache Strecken, die die Anfänger klettern, und auch solche, die für Leistungssportler geeignet sind.

Blick steil nach oben: Das frühere Kokereigebäude bietet alpine Kletterbedingungen.

Blick steil nach oben: Das frühere Kokereigebäude bietet alpine Kletterbedingungen. © Peter Bandermann

Neben den Klettermöglichkeiten gibt es auf dem Gelände auch zwei Außensaunen, die aktuell aber noch geschlossen sind, ein Beachvolleyballfeld und Slacklines. Wer sich intensiver mit dem Klettern und Bouldern auseinandersetzten möchte, kann an verschiedenen Kursen teilnehmen, in denen Techniken und Sicherheit vermittelt werden.

In der Kletterhalle müssen Besucher keine Masken tragen. In der Gastronomie können Getränke erworben werden.

Kletterhalle Bergwerk, Emscherallee 33, Infos online unter www.kletterhalle-bergwerk.de

Wir verlosen 2 Familienkarten für die Boulderwelt Dortmund

  • Rufen Sie ab sofort bei unserer Gewinnspielhotline an: 01378-260060 (Telemedia interactive GmbH; pro Anruf 50 Cent aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunk teurer. Datenschutzinformation unter: datenschutz.tmia.de) und nennen Sie das Stichwort Klettern, Ihren Namen und Ihre Telefonnummer.
  • Oder schicken Sie uns eine SMS mit dem Text VLW gefolgt von dem Stichwort Klettern und Ihrem Namen und Ihrer Telefonnummer an die Kurzwahl 32223 (Telemedia interactive GmbH; 49 Cent/SMS, inkl. SMS-Kosten).
  • Einsendeschluss ist der 28. Juli 2020, 24 Uhr.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Gewinner wird benachrichtigt. Angaben zu der Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten und zu den Informationspflichten nach Art. 13 DSGVO erhalten Sie unter www.lensingmedia.de/datenschutz
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