Hier wird Oldtimern im Wert von mehreren Millionen unter die Haube geguckt

dzHauptuntersuchung in Marten

Es war der wohl wertvollste Hauptuntersuchungs-Termin Dortmunds: Rund 30 Oldtimer im Wert von mehreren Millionen Euro fuhren am Samstag bei der Dekra-Niederlassung in Marten vor.

von Christin Mols, Oliver Schaper

Dortmund

, 15.09.2019, 17:26 Uhr / Lesedauer: 1 min

Es war eine stolze Ansammlung an wertvollen und seltenen Autos, die sich da am Samstagnachmittag auf dem Parkplatz der Dekra-Niederlassung am Martener Hellweg zusammengefunden hatte: Rund 30 Oldtimer des Mercedes-Veteranen-Clubs (MVC) waren in den Dortmunder Westen gekommen, um sich ihrer jährlichen Hauptuntersuchung zu unterziehen.

Dafür räumt die Werkstatt seit 15 Jahren einen Samstag im Jahr frei, an dem sie ausschließlich Oldtimer prüft. „Die alten Schätzchen brauchen mehr Fingerspitzengefühl als neue Fahrzeuge“, sagt Niederlassungsleiter Dietrich Kobbe.

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Alte Schätzchen im Check: So sieht die Hauptuntersuchung bei Oldtimern aus

Auf dem Gelände der DEKRA-Niederlassung am Martener Hellweg wurden am Samstag Oldtimer einer Hauptuntersuchung unterzogen. Diese spezielle Überprüfung für Oldtimer wird schon seit über 15 Jahren praktiziert. Diesmal waren wir mit der Kamera dabei.
15.09.2019
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Dies ist ein Mercedes 300 Adenauer Cabrio, Baujahr 1952. Der Wagen ist 102.000 Kilometer gelaufen.© Schaper
Der Wagen wurde seiner Zeit von der Firma „Phönix Gummiwerke“ bestellt und verschwand irgendwann in einer Scheune, wo ihn Günter Jortzik vor 34 Jahren entdeckte, erwarb und dann restaurierte.© Schaper
Besonders schön die rote Lederausstattung im Inneren.© Schaper
Besonders schön die rote Lederausstattung im Inneren.© Schaper
Im Vordergrund steht hier das Mercedes 220 B Cabrio, Baujahr 1952. Der Wagen wird auch der kleine Bruder des Mercedes 300 Adenauer Cabrio genannt. Auch er gehört der Familie Jortzik.© Schaper
Ab geht's zur Hauptuntersuchung.© Schaper
Hier ist Dekra-Prüfer Thomas Pall im Gespräch mit Oldtimer-Liebhaber Günter Jortzik.© Schaper
Dekra-Prüfer Thomas Pall bei der Arbeit.© Schaper
Dekra-Prüfer Thomas Pall bei der Arbeit.© Schaper
Thomas Pall überprüft den Unterboden.© Schaper
Der Motor des Adenauer Cabrio sieht aus wie neu.© Schaper
Dekra-Prüfer Thomas Pall im Gespräch mit Günter Jortzik und Dietrich Kobbe, stellvertretender Niederlassungsleiter.© Schaper
Das Mercedes 220 B Cabrio aus dem Baujahr 1952 wird auch der kleine Bruder vom Mercedes 300 Adenauer Cabrio genannt. Auch er gehört der Familie Jortzik. Davor die Kinder Darline und Christian der Familie Jortzik.© Schaper
Das ist das VW 1303 LS Cabrio von Peter Kulp aus Bochum. Der Wagen ist aus dem Baujahr 1974. Markus Winkelmann (r.) ist der Dekra-Prüfer.© Schaper
Der Wagen ist 100.000 Kilometer gelaufen und war insgesamt schon 22-mal bei der HU oder auch Hauptuntersuchung (im Volksmund auch TÜV genannt).© Schaper
Einmal im Jahr werden bei der Dekra-Niederlassung am Martener Hellweg 50 nur für Oldtimer die Pforten geöffnet.© Schaper
Dekra-Prüfer Markus Winkelmann nimmt sich das alte Schätzchen vor.© Schaper
Dekra-Prüfer Markus Winkelmann macht hier gerade den Innenraumcheck.© Schaper
Markus Winkelmann zeigt Peter Kulp etwas am Tankstutzen.© Schaper
Gemeinsam schauen sich Dekra-Prüfer Markus Winkelmann und Peter Kulp den Unterboden an.© Schaper
Markus Winkelmann prüft die Lichtanlage.© Schaper
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Der exklusivste Prüfkandidat in diesem Jahr war ein 300er-„Adenauer-Mercedes“-Cabrio aus den 1950ern. „Von dem wurden weltweit nur 241 gebaut“, erzählt Kobbe, „allein dieses Exemplar ist mehrere Hunderttausend Euro wert.“ So dient die Hauptuntersuchung nicht nur dazu, dass man bei der nächsten Ausfahrt nicht liegen bleibt, sondern ist auch gut, um den Wert zu erhalten.

Aber es waren nicht nur die dicken Luxuskarren, die den Weg auf Kobbes Hebebühne fanden. Unter den Prüflingen war auch ein knallroter Käfer, Baujahr 1974. Er kam wie alle Oldtimer ohne Beanstandungen durch die Prüfung.

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