Immer mehr Berufstätige nehmen eine weite Anreise zur Arbeitsstelle in Kauf. Diese Park-and-Ride-Parkplätze im Dortmunder Nordosten ermöglichen den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel.

Brackel

, 19.10.2019, 09:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Um zum Arbeitsplatz zu gelangen, pendeln tagtäglich knapp 108.000 Menschen aus dem Dortmunder Umland in die Innenstadt. Park-and-Ride-Parkplätze sollen den Autofahrern eine gute Anbindung gewährleisten und die gerade in diesen Tagen durch extrem viele Baustellen strapazierte Verkehrssituation entzerren. Die Stadtbezirke Eving, Scharnhorst und Brackel verfügen im näheren Einzugsgebiet über zwölf Parkplätze dieser Art.

Eving
Brechten:
Dieser Parkplatz liegt mitten im Zentrum des Brechtener Nordens. In unmittelbarer Nähe zur Grundschule bietet er Platz für bis zu 18 Autos und ist über die Straße Schiffhorst und die Evinger Straße zu erreichen. Von der anliegenden Haltestelle Brechten Zentrum fährt die U41 ab 4 Uhr morgens in Richtung Innenstadt.

Grävingholz:
Stark frequentiert ist der Park-and-Ride-Parkplatz an der Kreuzung Kemminghauser Straße/Evinger Straße. Ein Abstellen von Fahzeugen mit gewerblicher Absicht ist auf den 24 Stellplätzen strikt untersagt.

Einmal die Bundesstraße 54 überquert, gelangt man zur U-Bahn-Haltestelle Grävingholz, von wo aus die U41 bis nach Hörde fährt.

Schulte-Rödding: An der vielbefahrenen Derner Straße befindet sich einer der größten Park-and-Ride-Parkplätze im Dortmunder Stadtgebiet. 294 Autos können hier kostenfrei abgestellt werden. Darin enthalten sind extra Stellplätze für Menschen mit Behinderung.

Da an dieser Stelle sowohl die U42 und U46 als auch mehrere Buslinien verkehren, kann man mindestens alle zehn Minuten in die Innenstadt gelangen.

Hafen: Vor allem für Pendler, die aus Richtung Eving und Mengede/Huckarde in die Stadt wollen, dürfte der Park-and-Ride-Parkplatz am Sunderweg interessant sein. Neben normalen Abstellmöglichkeiten für 220 Fahrzeuge können hier auf einigen Stellplätzen auch Elektrofahrzeuge aufgeladen werden.

Hier finden Pendler aus dem Dortmunder Nordosten kostenfreie Park-and-Ride-Parkplätze

Der Park-and-Ride-Parkplatz am Hafen bietet Haltern von Elektrofahrzeugen die Möglichkeit, ihr Auto aufzuladen. © Marius Paul

Scharnhorst

Flughafenstraße: Auf beiden Seiten der Flughafenstraße finden Pendler insgesamt 77 Parkplätze vor. Aufgrund der zahlreichen Möglichkeiten sowohl auf die Regional- und U-Bahn als auch den Bus umzusteigen zu können, sind die Stellplätze äußerst begehrt. Denn sowohl die Regional- und U-Bahn als auch der Bus sind zu Fuß zu erreichen.

Kurl: Direkt vor dem Eingang zum Bahnhof Kurl finden bis zu 61 Fahrzeuge eine vorübergehende Heimat. Die unmittelbare Anbindung an die Plaßstraße gewährleistet eine problemlose An-und Abreise. Vom Bahnhof Kurl gelangt man mit der Regionalbahn in die Innenstadt. Bis zur nächsten Bushaltestelle sind es lediglich 200 Meter.

Grevel: Nahezu idyllisch geht es an der Leveringstraße in Derne zu. An Feldern und Wiesen gelegen, können in dem Wendehammer am U-Bahnhof Grevel 45 Autos abgestellt werden. Im 10-Minuten-Takt können Pendler mit der U42 in das Stadtzentrum gelangen.

Hier finden Pendler aus dem Dortmunder Nordosten kostenfreie Park-and-Ride-Parkplätze

Eine LED-Anzeige am Parkplatz an der Leveringstraße zeigt den Pendlern an, wann die nächste Bahn kommt. © Marius Paul

Derne
Walther-Kohlmann-Straße:
Ein außergewöhnlicher Park-and-Ride-Parkplatz befindet sich an der Walther-Kohlmann-Straße in Höhe der Auf- und Abfahrt zur B236.

Erst im Jahr 2017 mit einer Kapazität von 62 Stellplätzen eröffnet, richtet sich dieser ausschließlich an Pendler, die ihre Autos hier abstellen und anschließend eine Fahrgemeinschaft bilden. Ein Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel ist nicht möglich. Als Besonderheit verfügt der Parkplatz über eine Lichtanlage, die dunkle Angsträume verhindern soll.

Brackel
Knappschaftskrankenhaus:
In Hörweite der Galopprennbahn liegt der Bahnhof Knappschaftskrankenhaus. Der dazugehörige Parkplatz am Rennweg bietet 210 Fahrzeugen Platz. Eine Höhenbegrenzung sorgt dafür, dass die Stellflächen nicht von Lkw, größeren Bullis und Wohnmobilen blockiert werden. Vom benachbarten Bahnhof gelangt man mit der S4 in die Innenstadt.

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Bahnhof Brackel: Klein aber fein kommt der Park-and-Ride-Parkplatz am Unteren Graffweg daher. Direkt hinter dem Bahnhof Brackel können hier 22 Autofahrer ihre Fahrzeuge abstellen und anschließend die S4 nutzen, um ohne zeitraubende Parkplatzsuche in die Stadt zu gelangen.


Hauptfriedhof:
Die aktuell zweitgrößte Möglichkeit sein Auto kostenfrei abzustellen und anschließend auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen, bietet sich am Hauptfriedhof. Hier können bis zu 324 Autofahrer ihre Fahrzeuge abstellen und in die U47 steigen, um dem Verkehr auf dem Westfalendamm aus dem Weg zu gehen.

Pothecke:
Hier sollte jeder Parkplatzsuchende fündig werden. Auf der großen Freifläche am Wambeler Hellweg in unmittelbarer Nachbarschaft zur Haltestelle Pothecke sind 225 Stellflächen freigegeben. Lediglich bei Veranstaltungen kann der Parkplatz nicht als solcher genutzt werden. Ansonsten können Pendler auf den nahegelegenen Bus- und Bahnverkehr zurückgreifen.

Hier finden Pendler aus dem Dortmunder Nordosten kostenfreie Park-and-Ride-Parkplätze

Das Campieren auf dem Parkplatz am Wambeler Hellweg ist verboten. Eine Höhenbegrenzung versperrt großen Fahrzeugen im Normalfall die Zufahrt. © Marius Paul

Außerdem in der Nähe:
Von-der-Tann-Straße:
40 Plätze gibt es auf dem Parkplatz, der über die Manteuffelstraße zu erreichen ist. Geht man die Straße hinunter, gelangt man zur U-Bahn-Haltestelle „Von-der-Tann-Straße“. Dort kann auf die Linie U43 umgestiegen werden.

Fredenbaum: Unmittelbar hinter dem Museum für Naturkunde können Pendler ihre Fahrzeuge ebenfalls kostenfrei abstellen. 44 Stellplätze sind hier ausgeschrieben und die Haltestelle „Fredenbaum“ ist fußläufig zu erreichen. Von dort gelangt man mit den Linien U41, U45 und U49 direkt über den Hauptbahnhof in die Innenstadt. Die U49 fährt sogar bis zum Westfalenpark durch.

(Dieser Artikel wurde am 28. Oktober 2019 um die beiden letztgenannten Park-and-Ride-Parkplätze erweitert)

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