Hier entsteht ein Biergarten für 300 Leute – und der schönste Blick über Dortmund-Süd

dzRomberg-Höfe

Seit Jahren liegt der Gutshof am Rombergpark im Dornröschenschlaf. Bald sollen die Abrissbagger anrücken - und Platz schaffen für die „Romberg-Höfe“. Das sind die Pläne.

Dortmund

, 15.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Die Weichen sind gestellt: Im Februar hat der Rat seinen Segen für die Änderung des Bebauungsplans für das ehemalige Gut Brünninghausen am Nordrand des Rombergparks und einen städtebaulichen Vertrag mit der Investorengemeinschaft für die Romberghöfe gegeben.

Und die will jetzt Nägel mit Köpfen machen: Im Sommer wird der Bauantrag gestellt, kündigen Detlef Lotte und Carsten Böker als Vertreter der Investorengemeinschaft an. Noch in diesem Jahr könnte der Abriss der alten, zum Teil schon verfallenenen Betriebshof-Gebäude beginnen.

Hier entsteht ein Biergarten für 300 Leute – und der schönste Blick über Dortmund-Süd

Halb verfallen sind die alten Gutshof-Gebäude im Norden des Botanischen Gartens Rombergpark. © Peter Bandermann

Ab nächstem Jahr sollen dann neue Gebäude auf dem Areal zwischen dem historischen Torhaus Rombergpark und der B54 am Nordrand des Rombergparks entstehen. Die Pläne dazu sind zuletzt mit dem Hamburger Architekturbüro Tchoban Voss weiter verfeinert und mit dem Gestaltungsbeirat der Stadt und der Verwaltung abgestimmt worden. „Wir haben die Ampel auf Grün“, freut sich Detlef Lotte.

Hotel mit „Skybar“

Im ersten Bauabschnitt sollen zwei Gebäude, die im rechten Winkel zueinander stehen, in die Höhe wachsen. Vorgesehen ist gegenüber dem Torhaus Rombergpark ein Hotel mit 101 Zimmern, Konferenzräumen und einer „Skybar“ im Dachgeschoss, die einen schönen Blick über den Botanischen Garten Rombergpark und den Dortmunder Süden bietet. Für das Hotel im „Boutique-Stil“ versprechen Lotte und Böker individuelles Design und viel Lokalkolorit. „Das Motto ist ‚Dortmund für Dortmunder‘“, erklärt Lotte.

Restaurant, Saal und Biergarten

Das zweite Gebäude, das in Ost-West-Richtung südlich des Hotels entsteht, beherbergt ein Restaurant mit 140 und einen Veranstaltungssaal mit bis zu 300 Plätzen. Im Winkel zwischen den beiden Gebäude ist Platz für einen Biergarten für 300 Gäste.

Den flüssigen Rohstoff dafür liefert die Hausbrauerei, die das Gastronomie-Angebot ergänzen soll. Ob dafür die alte Scheune des bestehenden Hofkomplexes noch genutzt werden kann, wird noch untersucht.

Auf jeden Fall wollen die Investoren nicht nur mit der Fassadengestaltung an die historischen Vorbilder erinnern, sondern auch möglichst viele Relikte wie Balken oder Bruchsteinsockel erhalten. „Alte Bauteile sollen maximal wiederverwendet werden, um den historischen Kontext deutlich zu machen“, erklärt Carsten Böker.

Mehrere Bauabschnitte

In einem späteren Bauabschnitt sollen im Südosten des Geländes weitere Neubauten für Büros und Dienstleistungsbetriebe entstehen.

Erst einmal steht aber die Gastronomie im Mittelpunkt. Wenn im Frühjahr nächsten Jahres die Bagger anrollen, könnte im Sommer 2021 das erste Bier an den Romberg-Höfen getrunken werden.

Die Realisierung der Pläne ist dabei unabhängig vom Bau der umstrittenen Fußgängerbrücke, die das Phoenix-West-Areal über die B54 und die Nortkirchenstraße mit dem Botanischen Garten Rombergpark verbinden soll.

Nachdem die Kosten dafür in die Höhe geschossen sind, wollen sich die Verantwortlichen von Entwickler NRW Urban und Stadt bis zum Sommer die Karten legen, ob man weiter an den Brückenplänen festhält.

Nähe zum Torhaus Rombergpark

Begrüßen würden es die Romberg-Höfe-Betreiber auf jeden Fall, wenn das Torhaus Rombergpark wieder für Ambiente-Trauungen genutzt werden könnte. Wie berichtet, stand das historische Gemäuer wegen Brandschutz-Problemen als Veranstaltungsort zuletzt in Frage. Inzwischen steht fest, dass dort weiter Ausstellungen, aber keine Konzerte stattfinden können.

Auch als Ambiente-Trauort war das Torhaus sehr beliebt - und es böte künftig die Möglichkeit, vom Ja-Wort vor dem Standesbeamten direkt in den Festsaal in den Romberg-Höfen zu wechseln.

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