Hellweg Lütgendortmund nutzt Corona-Pause für einen Neuanfang

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In der Zeit des Corona-Shutdowns schien das Vereinsleben vielerorts zu ruhen. Nicht bei Hellweg Lütgendortmund. Die Fußballer von der Evastraße haben ihren Club weitgehend neu aufgestellt.

Lütgendortmund

, 05.06.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf dem Sportplatz von Hellweg Lütgendortmund ist wieder Leben. Seit der vergangenen Woche dürfen die Jugendmannschaften wieder trainieren. In Zehner-Gruppen und mit großer Desinfektion-Disziplin. Aber was zählt nach so vielen Wochen: Es waren alle wieder da.

„Wir sind gestärkt aus der Krise hervorgekommen“, kann René Rosenthal deshalb stolz berichten. Seit der vergangenen Woche läuft der Trainingsbetrieb wieder und der Jugendleiter von Hellweg Lütgendortmund zieht eine positive Corona-Bilanz.

Viele Trainer waren in Kurzarbeit und die Jugendspieler durften nicht zur Schule gehen. Doch Langeweile dürfte keiner zu Hause gehabt haben, wenn man sich anschaut, was alle in dieser Zeit geleistet haben. „Alle waren sehr motiviert“, berichtet René Rosenthal.

Bewegung für die Jugendlichen

Zuerst kümmerten sich die Jugendtrainer darum, dass die Teams trotz des Kontaktverbotes nicht auseinander brechen und dass die Kinder ihren Bewegungs-Drang ausleben konnten. „In der zweiten Woche der Corona-Krise wurde uns klar, dass das länger dauern würde“, so René Rosenthal.

Hellweg nutzt bereits seit einiger Zeit die Onetastic-App, um das Trainingspensum der jungen Kicker zu steuern. Diese App wurde nun zur Kontakt-Plattform zwischen Trainern und Spielern.

Die Übungsleiter schickten Herausforderungen an die Jungs – Laufstrecken, Ballhochhalten, Torwart-Training – und die Jungs schickten ihre Leistungen als Videos zurück. Da kam der Speicherplatz auf René Rosenthals Handy schnell an seine Grenzen.

Zumindest eines der Videos wird nicht gelöscht. Der dem Verein sehr verbundene Ex-BVB-Profi Kevin Großkreutz schickte der D-Jugend-Mannschaft eine aufbauende Video-Botschaft.

Hausaufgaben vom Verein und von der Schule

Für viele der Spieler war eines besonders wichtig: Die Hellweg-Jugendabteilung hielt ihre Hausaufgabenhilfe auch in der Corona-Zeit aufrecht. Und weil nicht alle Spieler die gleiche technische Ausstattung haben, half ein Sponsor mit Notebooks aus.

Die Jugendlichen waren also beschäftigt, die Amtsträger im Verein aber noch mehr. Hinter den Kulissen bereiteten die Verantwortlichen schon die nächste Spielzeit vor.

Mit einem von Herzen kommenden „Endlich“ konnte Geschäftsführer Herbert Marquardt den Einbau der neuen LED-Flutlichtanlage vermelden. Außerdem gibt der Verein bekannt, ab der nächsten Saison wieder eine Mini-Kicker-Mannschaft (G-Jugend) aufzustellen.

Viele bestehende Mannschaften bekommen Verstärkung im Trainer-Team. Die D-Jugend kommt sogar in den Genuss eines Athletik-Trainers.

Damit hat Hellweg Lütgendortmund die Corona-Zeit genutzt, die Trainer-Teams neu aufzustellen, die Mannschaften zu halten und die kommende Saison komplett durchzuplanen.

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