Am Heiligen Weg baut DEW21 großflächig das Wärmenetz um. Über den Jahreswechsel sollen kurzzeitig wieder mehr Spuren freigegeben werden. © Oliver Schaper
Baustelle am Heiligen Weg

Heiliger Weg ist wieder befahrbar – aber nur für kurze Zeit

Die Bauarbeiten von DEW21 auf dem Heiligen Weg sollen über den Jahreswechsel pausieren. Dadurch werden zeitweise wieder mehr Spuren frei. Dafür kommt es im neuen Jahr richtig dick.

Der Heilige Weg in der östlichen Innenstadt ist noch immer eine Baustellenlandschaft. Die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21) hat nun angekündigt, die Arbeiten zur Anbindung der Innenstadt an das im Bau befindliche Wärmeversorgungsnetz nun zumindest über den Jahreswechsel zu pausieren. Das geht aus einer aktuellen Pressemitteilung von DEW21 hervor.

In der Folge wurde bereits am Donnerstag (17.12.) der Heilige Weg stadtauswärts auf beiden Fahrspuren wieder freigegeben. Stadteinwärts ist eine Fahrspur seit Montag (21.12.) befahrbar.

2021 stehen weitere Sperrungen bevor

Anfang 2021 soll am Heiligen Weg dann eine rund sechswöchige Verlegung von 50 Metern Fernwärmeleitungen auf der Fahrspur in Richtung Innenstadt erfolgen. Der genaue Termin sei laut Stadt noch offen, da zunächst notwendige Arbeiten in Folge der Suche nach Bomben-Blindgängern durchgeführt werden müssten.

Ab Frühjahr 2021 starte dann der nächste Bauabschnitt auf dem Heiligen Weg als voraussichtliche Vollsperrung der stadtauswärtigen Fahrbahnen zwischen der Kronprinzenstraße bis zur Löwenstraße.

Beschwerden über Parkplatzsituation und Radweg-Markierung

In der jüngsten Vergangenheit hatte es immer wieder Diskussionen rund um den Heiligen Weg gegeben. So hatte sich erst im November ein Anwohner per Brief an den Oberbürgermeister Thomas Westphal gewandt, mit dem Anliegen, auf die problematische Parksituation rund um den Heiligen Weg aufmerksam zu machen.

Die Rede war von rund 200 fehlenden Parkplätzen sowie Suchzeiten von über 90 Minuten. Als Antwort ließ die Stadt ausrichten, man sehe nach einer Prüfung durch das Tiefbauamt keine Möglichkeiten zur Errichtung neuer Parkplätze rund um das betroffene Gebiet.

Diskussion über besseren Schutz für Radfahrer auf dem Heiligen Weg

Eine weitere Frage drehte sich um den Schutzstreifen für Radfahrer entlang des Heiligen Wegs. Der entspreche laut Verkehrsplaner Winfried Sagolla schlicht nicht mehr den Regeln. Auch Verkehrsverbände hatten gefordert, den Randstreifen zu entfernen und stattdessen bessere Lösungen zu finden.

So stand etwa im Raum, einen kompletten Fahrstreifen pro Richtung (denn es gibt jeweils zwei) für Radfahrer zu reservieren. Diese Lösung sollte nun durch ein digitales Verkehrsmodell geprüft werden. Eine Lösung bis zum Ende der Bauarbeiten im Frühjahr 2021 hielt der Verkehrsplaner allerdings für „sehr ambitioniert“.

Durch die Baumaßnahmen im Frühjahr 2021 könnte die Stadt nun etwas Zeit für die Planung einer Lösung, zumindest zum Fahrrad-Problem, gewonnen haben.

Die erwähnte Pressemitteilung stammt nicht von der Stadt Dortmund, sondern von DEW21. Der Bericht wurde am 21.12. dahingehend korrigiert.

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