Hallenbad-Öffnung: Corona-Regeln bestimmen jetzt den Schwimm-Rhythmus

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Die Freude über die Wiedereröffnung der Bäder ist groß. Schwimmer und Verantwortliche freuen sich. Doch wer schwimmen möchte, muss sich an viele Regeln halten.

Eving, Scharnhorst

, 22.06.2020, 19:25 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Hallenbäder in Eving und Scharnhorst haben seit Montag (22.6.) wieder geöffnet. Beide haben strenge Corona-Schutzregeln ergriffen, um Mitarbeiter und Besucher zu schützen. In manchen Bereichen gehen die Bäder aber auch unterschiedliche Wege. Wie lief der erste Tag nach der Öffnung ab?

„Wir sind mit dem ersten Tag zufrieden“, sagt Jens Langenfeld, Leiter des Evinger Hallenbads. „Die Stammkunden haben sich gefreut, dass sie wieder schwimmen dürfen.“

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Schwimmen ist dabei das Stichwort, denn nur das ist im Moment erlaubt.

Das Schwimmerbecken ist das einzige Becken, das in Eving geöffnet ist. Es ist in drei Bereiche aufgeteilt, in denen nur hin- und zurück geschwommen werden darf. Pro Bereich ist höchstens 8 Personen das Bahnenziehen erlaubt. Es sind nicht mehr als 24 Personen gleichzeitig im Hallenbad zugelassen.

Wer schwimmen möchte, kann ohne Anmeldung zum Hallenbad Eving kommen. Sollte die maximale Zahl der Gäste erreicht sein, gibt der Automat aber keine Karten mehr aus.

Wer schwimmen möchte, kann ohne Anmeldung zum Hallenbad Eving kommen. Sollte die maximale Zahl der Gäste erreicht sein, gibt der Automat aber keine Karten mehr aus. © Tobias Larisch

Um das zu kontrollieren, gibt der Kassenautomat am Eingang keine Karten mehr heraus, wenn das Limit erreicht ist. Wer einmal Zutritt erhalten hat, muss sich in den Gängen an eine strikte Regelung halten. „Es gibt einen separaten Ein- und Ausgang und es darf nur in eine Richtung gelaufen werden“, sagt Langenfeld.

Angekommen im Kabinenbereich lautet das Motto: Abstand halten. Die Föhne sind aus, nur jeder dritte Spind ist geöffnet und auch die Kabinen sind nicht alle betretbar. Duschen ist vor und nach dem Schwimmen möglich, aber auch nicht unter jeder Brause.

Personell bedeute die Durchführung des Corona-Betriebs laut Langenfeld einen Mehraufwand. Statt zwei Mitarbeitern seien vier im Einsatz, um die Einhaltung der Regeln zu beobachten und die Kabinenbereiche zu desinfizieren.

Links die Frauen- rechts die Männerkabinen: So soll verhindert werden, dass sich die Gäste auf dem Weg zu den Duschen kreuzen.

Links die Frauen- rechts die Männerkabinen: So soll verhindert werden, dass sich die Gäste auf dem Weg zu den Duschen kreuzen. © Tobias Larisch

Beschränkungen der Aufenthaltsdauer der Gäste gebe es in Eving nicht. „Für uns ist es einfacher, die Spinde, Duschen und Kabinen einzeln zu reinigen, als alle auf einmal, wenn alle Gäste gehen“, sagt Langenfeld und begründet damit, warum es keine festen Start- und Endzeiten für Besucher gibt.

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So handhabt es nämlich das Hallenbad Scharnhorst, das der SV Derne betreibt und das auch seit Montag geöffnet hat. Dort gibt es jeweils drei Schwimmzeiten: 6 bis 8 Uhr, 8:30 bis 10:30 Uhr und 11 bis 13 Uhr. „In der halben Stunde zwischen den Zeiten werden alle Bereiche desinfiziert“, sagte Christiane Bartel, Geschäftsführerin des SV Derne.

Spontan zum Bad zu kommen und schwimmen zu gehen sei laut Bartel nicht möglich. „Die Anmeldung muss mindestens einen Tag vorher erfolgen“, sagt sie. Noch sei das nur telefonisch möglich. Demnächst solle dies aber über ein Online-Portal erfolgen können. 30 Plätze gebe es pro Zeit zu vergeben.

Kinder unter 14 Jahren müssen von Eltern begleitet werden

Wer einer der Glücklichen ist, die sich einen Platz sichern konnten, erhält in Vierergruppen Zutritt zum Bad sowie einen Schrank und eine Umkleide zugewiesen. Wie auch beim Hallenbad Eving müssen Kinder unter 14 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen erscheinen.

„Alle Besucher müssen schwimmen können“, sagt Bartel, da das Sportbecken nur zum Bahnenschwimmen geöffnet sei. Bis zur Dusche herrscht eine Maskenpflicht. Auf dem Rückweg ist das Duschen dagegen nicht erlaubt. „Die Gäste waren von den vielen Auflagen erstmal geschockt, sind aber vor allem glücklich, dass sie wieder schwimmen dürfen“, sagt die Geschäftsführerin.

Leiter Jens Langenfeld vor dem Schwimmerbecken im Hallenbad Eving.

Leiter Jens Langenfeld vor dem Schwimmerbecken im Hallenbad Eving. © Tobias Larisch

Die erste Schwimmzeit am Montag sei laut Bartel zu 75 Prozent ausgebucht gewesen, was zufriedenstellend sei. Prozentual etwas weniger Besucher nutzten die einzige Schwimmzeit im Hallenbad Eving am ersten Tag. Etwa zehn Schwimmer zogen dort in der Zeit von 14 bis 16 Uhr ihre Bahnen.

„Am Wochenende rechne ich mit mehr Gästen, da könnten wir in der Kapazität an unsere Grenzen stoßen“, sagt Leiter Langenfeld. „Dann müssten wir uns auch Gedanken machen, ob eine vorherige Anmeldung nötig ist. Wir können alle nur aus unseren Erfahrungen lernen.“

Telefonische Anmeldung erbeten

Wer schwimmen möchte, ruft einen Tag vorher von 6 bis 12 Uhr beim SV Derne unter Tel. 9 88 74 11 an und meldet sich an. „Die Anmeldung muss mindestens einen Tag vorher erfolgen“, sagt Christiane Bartel, Geschäftsführerin des SV Derne. Demnächst soll eine Anmeldung auch online möglich sein. Wann, das steht noch nicht fest.

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