Hakenkreuze auf Spielplatz – Polizist reagiert „absolut unpassend“

dzNazi-Schmierereien

Ein Anwohner meldete am Wochenende Hakenkreuz-Schmierereien auf einem Spielplatz der Polizei. Die Reaktion eines Polizisten befremdet ihn.

Hörde

, 22.10.2019, 16:20 Uhr / Lesedauer: 1 min

Als Jörg Fuchs am Samstagvormittag (19.10.) mit seinem Hund Gassi geht, traut er seinen Augen nicht.

Am und um den Spielplatz an der Ecke Aldinghofer Straße/Seekante entdeckt er Hakenkreuze: auf dem Gehweg, auf einer Rutsche, auf einer Bank und an einem Papierkorb.

Jörg Fuchs benachrichtigt die Polizei. Weil Hakenkreuze verfassungsfeindliche Symbole und damit verboten sind, ermittelt nun der Staatsschutz.

Als der Hörder mit den Polizeibeamten am Tatort spricht, traut er seinen Ohren nicht. „Einer der jungen Polizisten sagte: ‚Und da wird jetzt wieder ein großes Fass aufgemacht‘“, berichtet Fuchs.

Er frage sich, ob sich der Beamte über den Verwaltungsaufwand ärgerte oder durch die Anzeige persönlich gestört fühlte. „Wie auch immer“, sagt Jörg Fuchs, „für einen Polizisten, dessen Kollegen sich an anderer Stelle über mangelnden Respekt beklagen, fand ich es unwürdig.“

„Eine absolut unpassende Äußerung“

Bezüglich der Äußerung seines Kollegen sagt Polizei-Pressesprecher Sven Schönberg: „Das ist eine absolut unpassende Äußerung.“ Die Aussage konterkariere alles, was die Dortmunder Polizeibehörde gegen den Rechtsextremismus unternehme.

Jeder Bürger solle solche Schmierereien der Polizei melden. Sie haben im Stadtbild keinen Platz und werden umgehend entfernt: entweder von den Eigentümern oder von der Polizei selbst. Am Spielplatz sind die Schmierereien am Sonntagmorgen bereits verschwunden, registriert Jörg Fuchs beim Spaziergang mit seinem Hund.

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