Wahlkuscheln in Doatmund geht auffe Zielgerade

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Wenn Sie Günna fragen, hat Günna immer eine ganz eigene Sicht auf die Dinge. Immer ehrlich, immer direkt, immer Dortmund. Thema diesmal: Endspurt bei der Dortmunder OB-Wahl.

von Bruno "Günna" Knust

Dortmund

, 12.09.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Hömma, Fritz, die Kommunalwahlen bei uns sind inne Corona-Zeit ne Herausforderung fürde Organisation und gleichzeitich auch ne Art Stimmungstest wie zufrieden man mit all dem bisherigen Krisenmanagement in Deutschland iss.

Mit Maske inne Wahlkabine hamwa auch noch nie erlebt und dat man sich sogar die eigenen Stifte fürs Kreuzchen mitbringen soll iss beinah symbolisch für den improvisierten Wahlkampf den man fast schon als Wahlkuscheln bezeichnen konnte.

Platzhirsch gegen uneinige Kirchenlobby-Union gegen eifrige Grünchen

Insgesamt 12 Kandidaten traun sich die Amtsnachfolge vom OB Sierau zu abba es iss woll sicher dat im Endspurt nur 3 fürs Finishing auffe Zielgeraden ankommen werden. Es rechnen sogar viele mit nem Kopf-an-Kopf-Rennen um dat Spitzenamt inne Stadt und selbs wenn in Doatmund schon seit Ewichkeiten die SPD regiert iss dat diesma nich gesacht dat der Wirtschaftsförderer als Platzhirsch der Partei den Sieg schon sicher inne Tasche hätte.

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Da iss ja als Konkurrent vonne uneinige Kirchenlobby-Union noch der ortsfremde Kandidat mit dem sauerländischen Migrationshintergrund und dat eifrige Grünchen vonne wirtschaftsfremde Bevormunder-Bewegung mitte Emotionswähler im Köcher die gerne ma im SUV zum Biomarkt fahrn.

Als Zünglein anne Waage müssen vielleicht die Jungwähler ab 16 herhalten die erstmalich ihre Stimme abgeben können und daher fürde eher betagteren Repräsen-Tanten und Onkels im Rat gar nich einzuschätzen sind.

„Gebt den Kindern dat Kommando“

Dabei iss dat doch genau dat wat der Hebert Grönemeyer schon vor zig Jahren geträllert hat in sein Hit mit „Gebt den Kindern dat Kommando“ und dat ham all die Stänkerer imma laut mitgegrölt die sich dran störn dat heutzutage sogar schon Clearasil-Gesichter Stimmrecht ham solln.

Ich war inne frühe 70er Jahre einer vonne ersten Jungwähler ab 18 und weiss noch wat dat für Zoff gab wenn wir uns mitte Oppas anne Köppe kriegten die dat Wahlrecht nach unten nich öffnen wollten und wir ihnen im Umkehrschluss die Lizenz zum Wählen nach oben hin kappen wollten weil wir Teilzeit-Erwachsenen die veralteten Grantler für nich mehr zurechnungsfähich hielten.

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Damals war ich sogar für Wahlrecht ab 6 Jahre und der Meinung dat alle die lesen können auch Wahlzettel ausfülln können und dann bekämen endlich die Patteien mehr Stimmen die sich richtich für Familien mit Kinder einsetzen.

Hömma, Fritz, heute binnich gelassener und wünsch den 3 Favoriten viel Erfolg weil sie im Wahlkampf echt fair warn und mit Herzblut ihr Engagement für Doatmund gezeigt ham. Darum empfehl ich auch den noch Unschlüssigen: Geht wählen. Prost.

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