Großer Andrang und Kritik an Brieftauben-Ausstellung in den Westfalenhallen

dzBrieftauben-Zucht

Die Messe Dortmund werden am Wochenende zum Treffpunkt für Brieftauben-Züchter. Am 4. und 5. Januar findet die weltweit größte Brieftauben-Austellung statt. Doch die stößt auch auf Kritik.

Dortmund

, 03.01.2020, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Gäbe es eine Rote Liste der vom Aussterben bedrohten Hobbys in Dortmund, die Brieftaubenzucht wäre mit Sicherheit dabei. Nur noch einige hundert Dortmunderinnen und Dortmund züchten Brieftauben und schicken sie in den Frühjahrs- und Sommermonaten auf Wettflüge.

Einmal im Jahr wird Dortmund aber zum Treffpunkt der Brieftauben-Züchter: Zur alljährlichen Deutschen Brieftauben-Ausstellung in den Westfalenhallen werden wieder rund 15.000 Besucher erwartet. Die Ausstellung gilt nach Angaben des Verbandes deutscher Brieftaubenzüchter als größte Brieftauben-Messe der Welt. Entsprechend zieht sie auch viele ausländische Besucher an.

Ausstellung und Messe

Die Brieftauben-Ausstellung gliedert sich in mehrere Teile. Ein Schwerpunkt ist eine Ausstellung mit rund 2000 besonders erfolgreichen und schönen Brieftauben, deren Sieger in Dortmund gekürt werden, ein zweiter Anziehungspunkt ist eine Messe mit etwa 200 Anbietern rund um den Brieftaubensport - vom Futter über elektronische Erfassungssysteme für Wettflüge bis zum kompletten Taubenschlag.

Dazu kommt ein Rahmenprogramm mit Expertenforen etwa mit Tierärzten, Meteorologen und erfahrenen Züchtern. Erstmals in diesem Jahr gibt es dabei auch Angebote für Ziervögel-Züchter.

Tauben-Versteigerung

Zu den Höhepunkten des Ausstellungsprogramms gehört in jedem Jahr eine Versteigerung von Brieftauben für die „Aktion Mensch“. Sie findet am Samstag um 11.30 Uhr in der großen Westfalenhalle statt.

Am Sonntag um 9 Uhr gibt es im Goldsaal dann erstmals auch eine Premium-Versteigerung mit Tauben von besonders erfolgreichen Züchtern, deren Erlös dem Verband zugute kommt. Neu ist auch ein Ziervogel-Bereich.

Peta fordert Verbot

Die Brieftauben-Ausstellung hat aber nicht nur viele treue Besucher, sondern auch Kritiker. Die Tierschutz-Organisation Peta fordert dazu auf, die Messe zu meiden und verlangt ein generelles Verbot von Brieftaubenzucht und Wettflügen. Die Aktivisten weisen darauf hin, dass bei den Wettflügen immer wieder zahlreiche Vögel ums Leben kommen. Am Samstag veranstaltet Peta deshalb von 8.30 Uhr bis 17.30 Uhr eine Mahnwache vor der Westfalenhalle.

Geöffnet ist die Deutsche Brieftauben-Ausstellung in der Messe der Westfalenhallen am Samstag (4.1.) von 8.30 Uhr bis 17.30 Uhr und am Sonntag (5.1.) von 8.30 Uhr bis 13.30 Uhr. Infos zum detaillierten Programm gibt es online unter www.brieftaube.de

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