Das neue Nadelöhr: In beide Richtungen fließt der Verkehr auf dem Schwanenwall nur einspurig. © Oliver Schaper
Staugefahr am Wallring

Großbaustelle Schwanenwall: So lief die Bewährungsprobe im Berufsverkehr

Der Wallring hat ein neues Nadelöhr: Der Verkehr auf dem Schwanenwall fließt in beide Richtungen wegen einer Baustelle nur einspurig. Das hat vor allem für den Berufsverkehr Folgen.

Die LED-Hinweistafeln sind auf den Zufahrtsstraßen großzügig verteilt. Sie weisen den Weg vor allem auf den westlichen Wallring. Denn auf der Oststeite drohen insbesondere im Berufsverkehr Staus.

Grund ist eine neue Großbaustelle am Schwanenwall. Hier ist der Außenring zwischen Hamburger Straße und Geschwister-Scholl-Straße komplett gesperrt. Der Verkehr in Richtung Norden wird über eine der inneren Gegenfahrbahnen geleitet. Damit fließt der Autoverkehr nun in beiden Richtungen nur einspurig.

Umfahrung empfohlen: Auf den Zufahrtsstraßen zum Wall machen LED-Hinweistafeln auf die Baustelle am Schwanenwall aufmerksam.
Umfahrung empfohlen: Auf den Zufahrtsstraßen zum Wall machen LED-Hinweistafeln auf die Baustelle am Schwanenwall aufmerksam. © Oliver Schaper © Oliver Schaper

Als die neue Verkehrsführung am Sonntag (13.6.) eingerichtet wurde, gab es noch keine neuen Probleme. Die Frage war, wie es im Berufsverkehr am Montag (14.6.) aussehen würde.

Das erste Fazit: Es gab Staus auf dem Wall und auf den Nebenstraßen. Doch die gingen kaum über das ohnehin gewohnte Maß am mit Baustellen gepflasterten Wallring hinaus.

Umleitungen an Hamburger Straße

Besonders viel Geduld mussten Autofahrer auf der Hamburger Straße aufbringen, wo Staus ohnehin an der Tagesordnung sind. Jetzt verschärft sich die Lage durch den Umstand, dass an der Kreuzung Ostentor ein Rechtsabbiegen auf den Schwanenwall nicht möglich ist. Autofahrer, die in Richtung Norden wollen, müssen die Umleitung über die Weißenburger Straße und Geschwister-Scholl-Straße fahren, um wieder auf den Wall zu kommen.

Umgekehrt ist auch das Linksabbiegen vom Schwanenwall auf die Hamburger Straße am Ostentor nicht möglich. Auch hier ist die Umleitung über Geschwister-Scholl-Straße und Weißenburger Straße eingerichtet. Das führt ebenfalls zu Staus.

Vor allem in der Hamburger Straße sorgen Baustelle und Umleitungen für Staus.
Vor allem in der Hamburger Straße sorgen Baustelle und Umleitungen für Staus. © Oliver Schaper © Oliver Schaper

Autofahrer werden für einige Zeit mit dieser Situation leben müssen. Denn die Bauarbeiten sollen nach Angaben des städtischen Tiefbauamtes mindestens acht Wochen dauern.

Grund für die Baustelle sind Arbeiten von Versorger DEW21 und Donetz unter anderem für eine neue Fernwärmeleitung. Im Vorfeld muss aber das Baufeld nach Bombenblindgängern aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs erforscht werden. Nach der Auswertung von Luftbildern gibt es drei Bombenverdachtspunkte im Bereich Schwanenwall, einen davon direkt unter der Fahrbahn des Außenrings.

Das Problem: Wegen des Bombenverdachtspunkts müssen die Bauarbeiter mit besonderer Vorsicht vorgehen. Der Asphalt kann deshalb nicht mit schwerem Gerät abgefräst, sondern muss kleinteilig abgetragen werden. Und das braucht Zeit. Voraussichtlich am 28. Juni soll dann die Sondierung des Bombenverdachtspunkts mit Bohrungen stattfinden.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Oliver Volmerich, Jahrgang 1966, Ur-Dortmunder, Bergmannssohn, Diplom-Journalist, Buchautor und seit 1994 Redakteur in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten. Hier kümmert er sich vor allem um Kommunalpolitik, Stadtplanung, Stadtgeschichte und vieles andere, was die Stadt bewegt.
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Oliver Volmerich

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