Greveler bekommen einen neuen Dorfplatz - Premiere mit dem Maibaum

dzGrevel Maibaumplatz

Grevel hat ein neues Schmuckstück: einen neuen Maibaumplatz. Und nicht nur das. Der Heimatverein Grevel hat ganze Arbeit geleistet und plant viele Veranstaltungen.

Grevel

, 24.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Irgendwann war klar, der Maibaum konnte nicht bleiben, wo er immer war, an der Hostedder Straße. Auf der Fläche wird gebaut. Also war guter Rat teuer. „Die Überlegungen gingen von ,nur ein Loch für den Maibaum‘ bis zu der Idee eines Dorfplatzes“, erinnert sich Dr. Franz-Werner Adrian, Vorsitzender des Heimatvereins Grevels nur zu gut an die Situation, in der es für den Greveler Heimatverein galt, die Tradition aufrecht zu erhalten.

Geworden ist es nun viel mehr als nur „das Loch für den Maibaum“: Es ist ein wunderschöner Dorfplatz geworden, ein Idyll an der Ecke In der Liethe/Am Brandhof mit einem herrlichen Blick auf die Silhouette der Stadt und bei guter Sicht sogar bis auf die Ausläufer des Sauerlands. Dass das so geklappt hat, ist auch der tatkräftigen Unterstützung zahlreicher Vereinsmitglieder zu verdanken, die seit Wochen ordentlich angepackt haben. Wie viele Stunden sie hier geschuftet haben, vermag Adrian nicht zu sagen, aber „es waren so einige“.

Witterung durchkreuzte die Planungen bei der Gestaltung des Platzes

Im November 2018 hat die Gartenbaufirma Schäckermann begonnen, die Wiese herzurichten. Allerdings spielte die Witterung nicht mit und so verschoben sich die Arbeiten ein wenig. Seit Anfang April sind die zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Heimatvereins im Einsatz. Nun, zum 1. Mai, ist alles bereit, und der erste Maibaum wird bald hier stehen.

Geplant ist ein Frühschoppen ab 11 Uhr, am Nachmittag ein Kaffeetrinken. Der Maibaum wird wie in den Jahren zuvor von der alten Schmiede bei Deifuss abgeholt und mit musikalischer Begleitung zum Maibaumplatz getragen und aufgestellt. Und nicht nur das: Einige tanzbegeisterte Greveler haben sich zusammen getan und werden einige Tänze aufführen, der gemischte Chor des Heimatvereins, die „Grevocal“ bietet eine Probe seines Könnens, und auf der neu angelegten Boule-Bahn zeigen Profis, wie es richtig geht.

Greveler bekommen einen neuen Dorfplatz - Premiere mit dem Maibaum

Die Vorfreude wächst bei den Verantwortlichen des Heimatvereins. Vorne links Vorsitzender Dr. Franz-Werner Adrian. Im Hintergrund der neue Boule-Platz. Architekt des neuen Dorfplatzes ist übrigens ein Greveler: Steohan Mertin. © Britta Linnhoff

Neben dem Bouleplatz gibt es noch einige andere Gestaltungselemente. „Dabei war uns immer eine Mischung aus Alt und Modern wichtig“, erzählt Vorsitzender Adrian. So stehen die nostalgischen Gussleuchten neben einer modernen kleine Tribüne mit Hochbeet. Die Lore und die Seilscheibe wurden restauriert und vom alten Maibaumplatz herüber gebracht. Die Firma Lob stellte einen alten Hilldebrand-Kipppflug zur Verfügung. Franz-Werner Adrian: „Die Exponate sollen ja im Wesentlichen die Wirtschaftszweige aufzeigen, die die Greveler in der Vergangenheit in Lohn und Brot gebracht haben“, erklärt er. Und so gibt es hier auch einen Mühlstein, der an die alte Greveler Mühle erinnern soll und eine Feldesse mit Amboss, die die Firma Schäckermann zur Verfügung stellt.

Noch ist ein bisschen Platz auf dem neuen Platz. Adrian und seine Mitstreiter möchten auf jeden Fall noch den Dortmunder Stahl- und Brückenbau hier verewigen. Pläne gibt es auch noch für den Rand des Bouleplatzes: Hier soll nach den Vorstellungen des Heimatvereins eine Baumreihe über die Jahre wachsen. Pflanzen wollen sie nach Möglichkeit immer das zum „Baum des Jahres“ auserkorene Gewächs. Außerdem will der Heimatverein noch für Bänke sorgen.

In den Köpfen gibt es noch zahlreiche Idee zur Nutzung des Platzes

An Ideen mangelt es dem Heimatverein keinesfalls: Neben dem Maibaum soll hier auch ein Weihnachtsbaum stehen (der montierte Ständer kann beides), ökumenische Gottesdienste stattfinden, Dorf- und Kinderfeste, ein Jazzfrühstück, Chorgesang oder ein Ostereiersuchen.

Finanziert wurde der neue Platz durch finanzielle Unterstützung des Projekts „nordwärts“, der Bezirksvertretung Scharnhorst, Sachspenden und private Spenden. 15 Prozent der Kosten brachte der Heimatverein selbst auf.

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