Gottesdienste in der Kita: Evangelische Gemeinde bekommt neue Räume

dzFriedenskirche

Nach einiger Verzögerung hat dort, wo einmal die Lanstroper Friedenskirche stand, der Bau einer großen Kita begonnen. Davon soll auch die Evangelische Gemeinde profitieren.

Lanstrop

, 21.09.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Sommer 2019 musste die Evangelische Gemeinde in Lanstrop aus ihrer Friedenskirche in der Färberstraße ausziehen. Seitdem hält sie ihre Gottesdienste in der Katholischen Michaelkirche ab. Die befindet sich keine zehn Gehminuten von der alten Kirche und dem, ebenfalls verlassenen, Gemeindehaus.

„Dankenswerterweise funktioniert die Zusammenarbeit mit der katholischen Gemeinde sehr gut. Gottesdienste halten wir nacheinander. Und was die Gruppenstunden angeht, konnten wir uns auch immer einigen“, sagt Pfarrerin Magdalene Grünke.

Bauvorhaben verzögerte sich

Magdalene Grünke wünscht sich trotz dieser guten Zusammenarbeit schnell einen neuen eigenen Raum für ihre Gemeinde. „Es wäre schön, wieder eine Perspektive für den Stadtteil zu haben“, sagt sie. Mit Abschluss des Bauvorhabens auf dem ehemaligen Kirchengrundstück könnte es endlich soweit sein.

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Denn die Briloner Firma AL Kita Bau baut hier eine Kindertagesstätte. Und in der entstehen auch Räume für die Gemeindearbeit. Träger der Kita ist laut Grünke der Evangelische Kirchenkreis Dortmund.

So sah das Gemeindehaus an der Friedenskirche kurz nach Beginn der Abrissarbeiten aus.

So sah das Gemeindehaus an der Friedenskirche kurz nach Beginn der Abrissarbeiten aus. © Rebekka Wölky

Eine Eröffnung der Kita war ursprünglich für Sommer 2020 angedacht. Mehrmalige Verschiebungen des Baubeginns hatten aber zur Folge, dass zu diesem Zeitpunkt nicht einmal der Abriss des Kirchengebäudes begonnen hatte. Erst seit dem 7. September rollen nun tatsächlich laute Baufahrzeuge durch Lanstrop.

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An der Verzögerung trägt laut Bauleiter Frank Decker von AL Kita Bau, wie an so vielem in diesem Jahr, die Corona-Situation eine Mitschuld. Die Bauämter seien überlastet und viele Mitarbeiter im Homeoffice gewesen.

„Aber es lag auch an anderen, ganz normalen Dingen. Wenn ein Bauantrag gestellt wird, sind an der Genehmigung viele Leute beteiligt. Bis da alle die nötigen Infos für eine Entscheidung haben, kann sich der Zeitplan schon einmal verschieben“, so Decker.

80 Kinder und mehr als 20 Erzieher

Jetzt, da die Abriss- und Bauarbeiten tatsächlich begonnen haben, wird alles Weitere laut Decker schnell gehen. Bis Anfang November soll die Bodenplatte liegen. „Die Inbetriebnahme ist für den 1. August 2021 geplant.“ Und wenn in der Zwischenzeit nicht gerade die Welt untergehe, passe die Terminplanung auch auf jeden Fall so.

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„Für die Gemeinde wird es in dem zweigeschossigen Gebäude einen großen Raum und eine Küche, eine Sakristei, Toiletten und einen Abstellraum geben“, erklärt Bauleiter Frank Decker von AL Kita Bau. Laut Grünke finden dort dann sowohl Gottesdienste als auch Gruppentreffen und Gemeindearbeit statt.

Jede der fünf Kita-Gruppen bekomme außerdem einen Gruppenraum, einen Nebenraum, ein WC, einen Schlafraum und eine Abstellkammer. Die Kita soll dann Platz für 80 Kinder und 20 bis 25 Erzieher bieten.

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