Gaststätte „Glück Auf“: Unterschriftenliste soll die Pächterin retten

dzGartenverein

Trotz des Rechtsstreits um die Gaststätte „Glück Auf“ möchte Jasminka Jurcevic als Pächterin bleiben. Nun soll eine Unterschriftenliste helfen – und ein Gerichtsverfahren unnötig machen.

Dorstfeld

, 31.07.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit Ende Juni gehen die Vorwürfe zwischen dem Dorstfelder Gartenverein „Glück Auf“ und der Pächterin der gleichnamigen Vereins-Gaststätte hin und her. Nachdem sich zunächst nur die Pächterin Jasminka Jurcevic öffentlich zu den Unstimmigkeiten geäußert hatte, folgte Mitte Juli eine Stellungnahme des Gartenvereins, der zuvor nur an seinen Anwalt verwiesen hatte.

Während Jasminka Jurcevic dem Verein vorwirft, die Nebenkosten zu ihren Ungunsten berechnet zu haben und ihr knapp 19.000 Euro zu schulden, fordert der Verein inzwischen mehr als 10.000 Euro von der Wirtin.

Denn Jasminka Jurcevic behält seit Beginn der Streitigkeiten auf Anraten ihres Anwalts die Pacht ein. Etwas, das der Verein sich nicht gefallen lassen möchte. Zumal die Mitglieder derzeit für alle Kosten aufkämen.

Stammgast startet Unterschriften-Sammlung

Mit einer Zahlungs-, Räumungs- und Unterlassungsklage wehrt sich der Vorstand des Gartenvereins gegen die Vorwürfe der Pächterin. Zum 31. Dezember soll sie die Gaststätte verlassen. Das möchte Stammgast Klaus Keuntje, der die Wirtin zuletzt öffentlich verteidigt hatte, verhindern.

„Es muss doch möglich sein, dass die Sache glimpflich ausgeht und die Gaststätte so weiter existieren kann, wie sie gerade ist“, sagt er. Zwar stehe er voll und ganz hinter Jasminka Jurcevic und habe sich selbst von der Berechtigung ihrer Vorwürfe überzeugt.

Jetzt lesen

Dass die Konsequenz jedoch ihr Weggang sein soll, möchte er nicht akzeptieren. Mit einer Unterschriften-Sammlung möchte er der Wirtin den Rücken stärken. „Es gibt viele Gartenvereins-Mitglieder, die sich wünschen, dass Jasminka bleibt“, sagt Klaus Keuntje. „Viele gehen regelmäßig und gerne in die Gaststätte.“

Er habe bereits Unterschriftenlisten vorbereitet, die er innerhalb der nächsten ein bis zwei Wochen herumreichen möchte. Er wolle damit jedoch nicht weiter gegen den Gartenverein wettern, sondern lediglich zeigen, dass es gut wäre, wenn Jasminka Jurcevic bliebe.

Jetzt lesen

Außergerichtliche Einigung soll herbeigeführt werden

Trotz allen Zuspruchs für die Ansichten der Wirtin sehe er die Gefahr, dass die Lage eskalieren könnte, wenn weiterhin die Anwälte die Klärung übernehmen, so Klaus Keuntje. Er wünsche sich eine außergerichtliche Einigung, die es Jasminka Jurcevic ermöglicht, die Gaststätte weiterzuführen.

Denn die bestätigte zuletzt, dass sie eigentlich gerne bleiben würde. Da er selbst befangen sei, könne er allerdings nicht vermitteln, so Klaus Keuntje. Er habe deshalb den Stadtverband Dortmunder Gartenvereine um Unterstützung gebeten.

„Ich hoffe, dass sich so doch noch alles aufklären lässt“, sagt er.

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt