Gleiserhalt sichert Beschäftigung

17.07.2008, 17:51 Uhr / Lesedauer: 1 min

Gleiserhalt sichert Beschäftigung

Huckarde/Nette Jens Petersmann Die Gleise zwischen dem Bahnhof Mooskamp und der Kokerei Hansa sollen nicht verschwinden. Das wünscht sich (Foto), Geschäftsführer der Bahnhof Mooskamp GmbH.

"Sowohl das Nahverkehrsmuseum in der ehemaligen Lokwerkstatt der Kokerei Hansa, als auch die Kokerei Hansa haben seit Jahren steigende Besucherzahlen zu melden", argumentiert er.

Am Nahverkehrsmuseum sei zudem gemeinsam mit der ARGE Dortmund ein anerkannter Standort für Beschäftigung und Qualifizierung für Dortmund entstanden. Den möchte der Träger gerne ausbauen und in diesem Zuge auch sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze schaffen.

Parklandschaft

"Das ist allerdings nur möglich, wenn die touristische Attraktivität der Standorte weiter gestärkt und damit auch künftig ein wachsendes Besucherinteresse geweckt wird", betont Petersmann. Experten seien sich darin einig, dass dies, einem internationalen Trend folgend, durch einen Museumsbahnverkehr zu erreichen ist. Doch die Schienen sind in Gefahr. Denn zwischen Museum und Kokerei liegt die Industriebrache "Hansa-Nord", die umfangreich saniert werden soll. Petersmann: "Die Deutsche Steinkohle AG (DSK) als Eigentümerin plant die Schaffung einer hügeligen Parklandschaft und den Wegfall jeglicher bisheriger Infrastruktur."

Museumszüge

Davon wäre auch die Gleisverbindung betroffen, die, so Petersmann, zu den letzten Zeitzeugen der umfangreichen Transportlogistik der ehemaligen Kokerei Hansa zählt. Zudem würde sich das Entfernen der Gleise negativ auf die Emscherlandschaftsplanung 2010 des Landes NRW auswirken. In deren Zuge könnte die Kokerei Hansa mittelfristig wieder an öffentliche Gleise angebunden werden, um diese mit externen Museumszügen erreichen zu können. Neue Gleise zu legen, wäre kostenintensiv, die Sanierung der vorhandenen würde lediglich 100 000 Euro kosten", befürchtet Petersmann.

Der Wiederanschluss würde massiv verteuert, die Steigerung der Attraktivität des Standortes Hansa eingeschränkt und so die Fortsetzung der erfolgreichen Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen gefährdet.

"Die Stadt Dortmund und die Bezirksvertretung Huckarde, die der DSK das Interesse am Erhalt der Gleise mehrfach mitgeteilt hatten, haben nun am heutigen Freitag zu Spitzengesprächen mit allen Beteiligten geladen", berichtet Petersmann.

<p>Die Bahnhof Mooskamp GmbH setzt sich dafür ein, dass die Gleisverbindung zwischen Nahverkehrsmuseum und Kokerei Hansa erhalten bleibt. privat</p>

<p>Die Bahnhof Mooskamp GmbH setzt sich dafür ein, dass die Gleisverbindung zwischen Nahverkehrsmuseum und Kokerei Hansa erhalten bleibt. privat</p>

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