Getränkemarkt ist dicht - Galgenfrist für Rewe-Supermarkt endet bald

dzEinkaufspatenschaften geplant

Der Getränkemarkt im Stadtteil ist endgültig Geschichte - und damit ist die Tür an der Overgünne früher zu als gedacht. Und der Supermarkt?

Benninghofen

, 16.10.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schon in den vergangenen Wochen war der Getränkemarkt zeitweise geschlossen. Als Grund wurden „technische Störungen“ genannt. In den letzten Tagen waren die Öffnungszeiten eingeschränkt worden. Nun also das endgültige Aus. Ursprünglich war die Schließung der Geschäfte für Ende Dezember angekündigt.

Aufgrund der angekündigten Schließung war es zu personellen Engpässen gekommen. Wer konnte, suchte sich rechtzeitig einen neuen Job - und war dann weg.

Zwischen Getränke- und Supermarkt stapeln sich die Getränkekisten.

Zwischen Getränke- und Supermarkt stapeln sich die Getränkekisten. © Britta Linnhoff

Der Supermarkt ist noch geöffnet - noch. Aber auch der wird früher schließen, als zunächst angekündigt. Rewe-Geschäftsführer Uli Budnik: „Der Mietvertrag läuft bis Ende Dezember, aber wir werden Ende November raus sein. Der 28. November wird der letzte Verkaufstag sein.“ Einkäufe fürs Weihnachtsessen werden die Benninghofer also woanders tätigen müssen.

Gespräche mit potentiellen Mietern laufen

Es gebe bereits Gespräche über eine weitere Nutzung des frei werdenden Supermarktes - und mehrere Optionen, die von Abriss und Neubau und Teilumbau reichten, so Budnik. Es gebe auch Interessenten. Mit einer Entscheidung rechnet er im „Laufe des Novembers“ oder im Dezember.

Gegen Vorwürfe, der Laden sei „nicht mehr sauber“, wehrt sich Budnik vehement. „Wir machen alles, was nötig ist.“ Man werde regelmäßig vom Ordnungsamt kontrolliert.

Über 700 Benninghofer unterschrieben Unterschriftenlisten

Die vor Wochen angekündigte Schließung des Rewe Supermarktes und des benachbarten Getränkemarktes an der Overgünne hatte im Stadtteil Wellen geschlagen und letztlich zu einer Unterschriftenaktion geführt.

Den Initiatoren Jan Wittkamp und Monika Landgraf ging es dabei vor allem darum, dass es nach dem Ende des Supermarktes eine vernünftige Lösung gibt. Rund 700 Benninghofer unterschrieben. Inzwischen gab es Gespräche mit Vertretern von Politik und Verwaltung sowie mit den beiden Eigentümern der Gebäude.

Einkaufspatenschaften im Stadtteil geplant

Jan Wittkamp plant unterdessen schon weiter: „Wir wollen für die wenig mobilen Menschen im Ort eine Einkaufshilfe organisieren. Zum einen über die Caritas-Konferenz im Ort, die eine Einkaufshilfe anbietet, zum anderen würden wir gerne so etwas wie Einkaufs-Patenschaften organisieren.“

Die erste Idee: Mobile Benninghofer kaufen für oder mit weniger mobilen Bürgern aus dem Stadtteil ein. Das genau Vorgehen sei noch nicht klar.

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