Geschichte vor der Haustür

20.03.2008, 12:04 Uhr / Lesedauer: 1 min

Geschichte vor der Haustür

Es waren unrühmliche Jahre - an deren Ende fast die komplette Zerstörung der Stadt und viele tausend Tote standen. Eine Zeit, aus der man Lehren ziehen sollte. Hilfe dazu bietet die Broschüre "Dortmund in der Nazizeit", die die Stadt jetzt veröffentlicht hat. Ein erstes Ergebnis der Arbeit der neuen "Koordinierungsstelle für Vielfalt, Toleranz und Demokratie".

"Eines unserer wichtigsten Ziele ist die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Und die Broschüre eignet sich hervorragend als Unterrichtsmaterial", erklärt der Sonderbeauftragte des Oberbürgermeisters für Vielfalt, Toleranz und Demokratie, Hartmut Anders-Hoepgen, den Hintergrund. Dahinter steckt auch die Erkenntnis, dass Jugendliche sich am ehesten mit der Vergangenheit auseinander setzen können, wenn es Anknüpfungspunkte direkt vor der Haustür gibt, erläutert Dr. Günther Högl als Leiter des Stadtarchivs, das die Broschüre mit erarbeitet hat. "Sie hilft, aus der Geschichte Lehren zu ziehen."

Das Heft gibt auf 30 Seiten einen Überblick zur politischen Stadtgeschichte in den Jahren 1929 bis 1952. Vom Erstarken und der Machtergreifung der Nationalsozialisten über Krieg und Zerstörung bis zum Wiederaufbau. Dabei wird besonders an bekannte und weniger bekannte Formen des Widerstands und die Opfer der NS-Gewaltherrschaft erinnert. "Wir wollen deutlich machen, dass Dortmund eine starke demokratische Tradition hat", betont OB Langemeyer.

Die Broschüre wird allen weiterführenden Schulen für den Unterricht zur Verfügung gestellt, ist für eine Schutzgebühr von 1 Euro aber auch bei der federführenden Dortmund-Agentur und im Buchhandel erhältlich.

Die Dortmund-Agentur hat auch das Logo (kl. Bild) entwickelt, das die Kampagne für Vielfalt, Toleranz und Demokratie begleiten soll. Oli

<p>Ein Foto der Bücherverbrennung in Aplerbeck ist Titelbild der Broschüre.</p>

<p>Ein Foto der Bücherverbrennung in Aplerbeck ist Titelbild der Broschüre.</p>

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