Gerüstbau-Firma verteilte zwei Lkw-Ladungen Klopapier

Nordost-Geschichten

In unserer Kolumne Nordost-Geschichten geht es ein letztes Mal um die Klopapier-Krise während der heißen Phase des Corona-Lockdowns – und eine findige Firma aus Neuasseln.

Neuasseln

, 06.06.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Christian Bönninger und seine Kollegen haben in der Corona-Krise Klopapier verteilt.

Christian Bönninger (l.) und seine Kollegen haben in der Corona-Krise Klopapier verteilt. © Bönninger

Liebe Leserinnen und Leser,

die Klopapier-Krise ist lange vorbei. In den Supermärkten, in denen ich so einkaufen gehe, stapelt sich Toilettenpapier bis an die Decke. Ein Marktleiter aus Wickede hat mir neulich sogar erzählt, er wisse gar nicht mehr wohin mit dem Zeug. Also war meine Haltung, aufs Hamstern zu verzichten, doch richtig. Ha! Das macht mich stolz.

Trotzdem will ich Ihnen eine Meldung nicht vorenthalten, die mich leider erst am Freitag erreicht hat: Die Firma Gerüstbau Bönninger aus Neuasseln hat in der Corona-Krise gleich zwei Lkw-Ladungen voll mit Klopapier verteilt.

Und das kam so: Christian Bönninger hatte im Rewe Neuasseln eine ältere Frau gesehen, die verzweifelt auf der Suche nach Klopapier war. „Das geht doch nicht“, habe er gedacht, und angefangen, seine Kontakte spielen zu lassen.

Am Ende standen die beiden voll beladenen Lkw am Graffweg. Er habe das Toilettenpapier dann an Altenheime, Krankenhäuser und andere Einrichtungen verteilt.

Menschen, die davon gehört haben, hätten dann auf dem Firmengelände gestanden und nach Klopapier gefragt. Der Rest sei an die Mitarbeiter gegangen.

Machen Sie sich ein schönes Wochenende! Bis nächsten Samstag!

Andreas Schröter

Andreas Schröter © privat

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