Geliebte vergewaltigt: Ex-Azubi (29) von Christlichem Jugenddorf bekommt Bewährungsstrafe

dzLandgericht Dortmund

Fünf Jahre nach einem sexuellen Übergriff auf seine Geliebte ist ein 29-jähriger Dortmunder zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Der Angeklagte hatte die Tat bestritten.

Dortmund

, 16.01.2020, 17:09 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mit eindringlichen Worten hatte sich ein 29-jähriger Mann gleich zu Prozessbeginn an die Richter gewandt. „Es gab keine Gewalt, nein, nein, nein“, hatte er kopfschüttelnd gesagt. Dabei wurde ihm vorgeworfen, vor fünf Jahren eine Kollegin vergewaltigt zu haben.

Die Kammer konnte er nicht überzeugen. Denn die damalige Geliebte hatte eine glaubhafte Aussage gemacht. „Er hat mir weh getan“, sagte die heute 26 Jahre alte Frau den Richtern. Und auf die Frage, ob sie sich gewehrt oder laut um Hilfe gerufen habe, antwortete sie: „Nein. Dazu fehlte mir die Kraft.“

Der Angeklagte hatte die junge Frau 2014 kennengelernt, als beide beim Christlichen Jugenddorf beschäftigt waren. Sie hatte damals gerade ihre Ausbildung begonnen, er war damit schon fast fertig.

Angst vor Angeklagtem war für Opfer zu groß

Obwohl er zu dieser Zeit eine Freundin hatte, suchte der Angeklagte offensiv den Kontakt mit der neuen Auszubildenden. Und schließlich schaffte er es, dass sich beide wenigstens ab und zu heimlich treffen konnten.

Die heute 26-Jährige leidet noch immer unter den Folgen des Übergriffs. Ihre Angst vor dem Angeklagten war sogar so groß, dass sie ihre Zeugenaussage nicht in Anwesenheit des Mannes machen musste. Zu diesem Zweck zog das Landgericht schließlich extra in das Gebäude des Amtsgerichts um, um die dort vorhandene Videotechnik zu nutzen.

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