Geldautomaten gesprengt: Supermarkt musste seine kompletten Waren vernichten

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Null Cent Beute, aber riesiger Schaden: Drei Geldautomaten-Sprenger, zwei davon aus Dortmund, bekamen vom Landgericht Hagen die Quittung für ihre Taten. Ein Fall war besonders spektakulär.

Dortmund

, 29.01.2020, 16:19 Uhr / Lesedauer: 1 min

Sie sprengten fünf Geldautomaten - und machten keinen Cent Beute. Nun bekamen zwei Dortmunder und ein Mann aus Hagen für ihre Taten eine unangenehme Quittung.

Nur ein Dortmunder, der sich an einer kriminellen Aktion beteiligt hatte, konnte am Ende aufatmen und die zweijährige Bewährungsstrafe mit einem Lächeln hinnehmen. Seine beiden Komplizen müssen sich auf eine längere Zeit hinter Gittern einstellen. Für den Hagener verhängten die Richter drei Jahre Gefängnis. Der zweite Dortmunder erhielt fünf Jahre und vier Monate.

Alle drei Angeklagten hatten im Prozess umfangreiche Geständnisse abgelegt. Demnach hatten sie in Hagen, Witten, Wuppertal, Herdecke und bei der Volksbank in Mengede versucht, Geldautomaten aufzusprengen. Außer Sachschaden war dabei nichts entstanden.

In Mengede ging die gelegte Lunte zu früh aus. In Witten funktionierte der Sprengsatz nicht, und in Wuppertal flog der Automat zwar teilweise in die Luft - jedoch ohne sein Innerstes preiszugeben.

Besonders dramatisch war der Sprengversuch in Hagen. Nachdem sie einen Geldautomaten im Vorraum eines Supermarktes in die Luft gejagt hatten, entwickelte sich ein Schwelbrand, der den gesamten Warenbestand zerstörte.

In den Tagen nach dem Brand mussten nach und nach nicht nur die Frischwaren, sondern auch die verpackten vernichtet werden. Schaden: fast 500.000 Euro.

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