Geld für gebeutelte Vereine der Corona-Krise: Formloser Antrag genügt

Coronavirus

Die erste Runde der Vereinsförderung im Bezirk Lütgendortmund ist gerade erst abgeschlossen. Nun können Vereine noch einen weiteren Antrag stellen. Grund ist die Corona-Krise.

Lütgendortmund

, 24.05.2020, 13:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Anträge zur zweiten Vereinsförderung 2020 werden in der Bezirksverwaltungsstelle Lütgendortmund gesammelt.

Die Anträge zur zweiten Vereinsförderung 2020 werden in der Bezirksverwaltungsstelle Lütgendortmund gesammelt. © Stephan Schütze (Archiv)

In der April-Sitzung 2020 hat die Bezirksvertretung (BV) Lütgendortmund einige ihrer Haushaltsbeschlüsse aufgehoben. 30.000 Euro des freigewordenen Geld setzt sie nun für eine zweite Runde der allgemeinen Vereinsförderung ein. Einen entsprechenden Antrag der SPD-Fraktion brachte das Gremium in seiner Mai-Sitzung einstimmig auf den Weg.

Damit wollen die Kommunalpolitiker gebeutelte Vereine im Stadtbezirk Lütgendortmund unterstützen, die wegen der Corona-Krise finanzielle Probleme haben. „Die originäre Arbeit der Vereine ist untersagt. Das bedeutet auch erhebliche Einnahmeeinbußen. Die SPD-Fraktion möchte helfen, diese Verluste etwas auszugleichen und damit das Überleben der Vereine sicherzustellen“, schreibt SPD-Chef Andreas Lieven in seinem Antrag.

Die Grünen ergänzten den Antrag mündlich und schlugen vor, den Vereinen statt 30.000 Euro die gesamten 50.000 Euro, die ins Budget der BV zurückgeflossen sind, zur Verfügung zu stellen. Damit konnte sich die Fraktion aber nicht durchsetzen.

„Die originäre Arbeit der Vereine ist untersagt. Das bedeutet auch erhebliche Einnahmeeinbußen.“ Andreas Lieven, SPD

Späterer Nachschlag für die Vereine ist nicht ausgeschlossen

Andreas Lieven verwies auf andere Möglichkeiten der Vereinsförderung wie etwa durch das Stadtbezirksmarketing, die Sportpauschale und die Coronahilfe. Man wolle das freigewordene Geld in Höhe von 50.000 Euro nicht mit der Gießkanne, sondern mit Augenmaß verteilen. Ein Nachschlag sei zu einem späteren Zeitpunkt immer noch möglich, räumte er ein.

Antragsschluss für die Vereine ist der 31. August 2020 - zwei Monate früher als es im SPD-Antrag steht. „Die erste Runde der allgemeinen Vereinsförderung ist gerade beendet. So können wir das Geld im vierten Quartal 2020 ausschütten“, erklärt Andreas Lieven die Korrektur. Die Vergabe erfolge durch das interfraktionelle Gremium.


Vereine müssen Anträge an die Bezirksverwaltungsstelle schicken

Auf Nachfrage dieser Redaktion erklärte Bezirksverwaltungsstellen-Leiterin Birgit Durrei das weitere Procedere. Die formlosen Anträge können die Vereine ab sofort auf zwei unterschiedlichen Wegen stellen: entweder postalisch an die Bezirksverwaltungsstelle Lütgendortmund, Limbecker Straße 31, 44388 Dortmund oder per E-Mail: bbogun@stadtdo.de beziehungsweise bdurrei@stadtdo.de.

„Die Richtlinien über die allgemeine Vereinsförderung sind anzuwenden. Damit die Bezirksvertretung sachgerecht entscheiden kann, wären der Finanzbedarf und gegebenenfalls ein durchzuführendes Projekt zu erläutern“, erklärt Birgit Durrei.

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