Gedenken an Corona-Opfer in Dortmund: „Vieles ist zu Bruch gegangen“

Online-Gottesdienst

Mit einem ökumenischen Gedenkgottesdienst auf dem Hauptfriedhof hat in Dortmund die Erinnerung an die Corona-Opfer, zu dem bundesweit aufgerufen ist, begonnen. Wir übertragen das Gedenken.

Dortmund

, 16.04.2021, 17:00 Uhr
Propst Andreas Coersmeier und Superintendentin Heike Proske gestalteten den Gedenkgottesdienst für die Corona-Opfer auf dem Hauptfriedhof.

Propst Andreas Coersmeier und Superintendentin Heike Proske gestalteten den Gedenkgottesdienst für die Corona-Opfer auf dem Hauptfriedhof. © Schütze

Gemeinsam begingen der katholische Stadtdechant Propst Andreas Coersmeier und die evangelische Superintendentin Heike Proske den ökumenischen Gottesdienst. Mit dabei war auch Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal, der im Rahmen des Gottesdienstes einen Kranz für die Dortmunder Opfer der Pandemie niederlegte.

Es sei wichtig, den Menschen, die liebe Angehörige durch die Pandemie verloren hätten, zur Seite zu stehen, dass wir „ihre Trauer, ihre Last mittragen“, sagte der Oberbürgermeister. Zugleich bedankte er sich bei den Dortmunderinnen und Dortmundern, die mit ihrer Disziplin und ihrem Mut dabei mithelfen würden, die Pandemie zu überwinden.

Schwerer auszuhalten als die Sorge um die eigene Gesundheit seien oft „die Sorgen um die Menschen, die an unserer Seite sind“, beschrieb Propst Andreas Coersmeier das Erleben vieler Betroffener. Zahlreiche Menschen seien gestorben. „Und jede und jeder zählt, denn um sie trauern wir“, sagte der Propst.

„In unserem Leben ist einiges zu Bruch gegangen“, beklagte Superintendentin Heike Proske. Als Symbol nahm sie beim Fürbittengebet bunte Tonscherben zur Hand und tauchte sie in eine Wasserschale.

Oberbürgermeister Thomas Westphal legte auf dem Hauptfriedhof einen Kranz für die Corona-Toten nieder.

Oberbürgermeister Thomas Westphal legte auf dem Hauptfriedhof einen Kranz für die Corona-Toten nieder. © Schütze

„Wir nehmen die Scherben des Lebens, betrachten sie, befreien sie von den Zeichen dieser/der Zeit – im Wasser, vielleicht im Meer unserer Tränen, entdecken noch einmal glänzende Seiten“, so Heike Proske. „Wir nehmen die Scherben unseres Lebens und gestalten neu: den Weg nach vorn, Zeichen der Hoffnung, Symbole der Verbundenheit über alle Zeiten hinweg.“

Gottesdienst im Internet

So vieles sei zerbrochen, sagte die Superintendentin. Aber neben der Traurigkeit blieben ein zaghaftes Hoffen und liebende Menschen.

Der Gedenkgottesdienst ist zu finden über unsere Internet-Seite sowie die Internetseiten des Evangelischen Kirchenkreises und der Katholischen Stadtkirche.

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