Ehemalige Hauptschule wird doch nochmal zum außergewöhnlichen Prüfungsort

Dortmunder Schulgebäude

Das alte Hauptschulgebäude in Dortmund-Derne ist zuletzt noch als Flüchtlingsunterkunft genutzt worden. Jetzt haben in der ehemaligen Schule doch wieder Prüfungen stattgefunden – jedoch nicht für Schulkinder.

Derne

, 15.04.2021, 13:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Prüfungssituation in der alten Hauptschule in Derne: Auszubildende arbeiten 
unter den strengen Augen der Prüfungskommission, Prüfer erfassen digital die Ergebnisse.

Prüfungssituation in der alten Hauptschule in Derne: Auszubildende arbeiten unter den strengen Augen der Prüfungskommission, Prüfer erfassen digital die Ergebnisse. © Stefan Mueller

So saubere Fenster und Böden hatte die alte ehemalige Hauptschule in Derne vermutlich noch nie: Erstmals fanden jetzt in den hohen Räumen des leerstehenden Gebäudes an der Altenderner Straße Gesellenprüfungen der Gebäudereiniger-Innung Dortmund statt.

Grund für den außergewöhnlichen Ort ist eine neue Gesellenprüfungsverordnung. Danach müssen alle Auszubildenden vergleichbare Prüfbedingungen vorfinden, erklärt Obermeister Kai-Gerhard Kullik. „Wir brauchten da große Flächen und hätten auch für viel Geld zum Beispiel ein Hotel mieten können, aber so haben wir dank Vermittlung durch die Stadt Dortmund ein perfektes Gebäude gefunden.“

Außergewöhnliche Idee für die Gesellenprüfungen im Gebäudereiniger-Handwerk umgesetzt: (v. l.) Tim Fotschki, Leiter der Abteilung Gebäudereinigung des  Dortmunder Fritz-Henßler-Berufskollegs, Vorstandsmitglied Ramon Knauf und Mit-Initiator Thorsten Just

Außergewöhnliche Idee für die Gesellenprüfungen im Gebäudereiniger-Handwerk umgesetzt: (v. l.) Tim Fotschki, Leiter der Abteilung Gebäudereinigung des Dortmunder Fritz-Henßler-Berufskollegs, Vorstandsmitglied Ramon Knauf und Mit-Initiator Thorsten Just. © Stefan Mueller

Fast alle Gesellenprüfungen sollen nun nach den Plänen der Innung bis auf Weiteres in Derne erfolgen. Bei der ersten Prüfung nun mussten täglich rund 20 Auszubildende eine Woche lang gegenüber zwei Prüfungskommissionen zeigen, wie gut sie fachlich arbeiten können.

Prüfung dauert zwei Stunden

„Die Prüflinge müssen in jeweils zwei Stunden einen theoretischen und einen praktischen Teil bestehen“, erklärt Ramon Knauf, Mitglied des Prüfungsausschusses der Innung, „die richtigen Reinigungsmittel zu wählen und den Auftrag – zum Beispiel eine Unterhaltsreinigung, die Reinigung von Fenstern oder Teppichböden – perfekt auszuführen.“ Die Ergebnisse werden währenddessen von den Prüfern digital per Tablet und Laptop erfasst.

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