Garten „Jäte-Republik“ baut selbst einen Erdkühlschrank

dzGartenserie „Querbeet“

Die Gartentruppe um die „Jäte-Republik“ in der Bolmke hat sich ein neues Projekt überlegt: Ein Erdkühlschrank soll beim Kühlen von Getränken helfen. Und das auf ganz natürliche Weise.

Brünninghausen

, 06.08.2020, 18:40 Uhr / Lesedauer: 1 min

Im Sommer sind gekühlte Getränke im Garten unabdingbar. Wenn es im Garten Strom gibt, ist das ganz leicht: Ein Kühlschrank wird in die Steckdose eingestöpselt, das Bier (oder auch ein leckerer Saft) ist schön kalt und zischt so am besten.

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Was können aber Hobby-Gärtner tun, die keinen Strom in der Gartenparzelle haben? Wenn es sich beispielsweise um ein Stück Grabeland handelt, wo es weder Strom noch fließend Wasser gibt?

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Die Garten-Truppe der „Jäte-Republik“ ist im vergangenen Jahr durch einen WDR-Beitrag und einen Artikel in den Ruhr Nachrichten bekannt geworden.

Die Hobby-Gärtner aus der Bolmke haben eine glänzende Idee, wie sie ohne Strom Getränke kühlen kann: Ein Erdkühlschrank soll Abhilfe schaffen.

Auf dem Sozialen Netzwerk Instagram zeigen die Freunde in einem Video den Fortschritt des Erdkühlschrank-Projektes.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

So baut die Jäte-Republik einen Erdkühlschrank

Besonders im Sommer sollen Getränke möglichst kühl gelagert werden können. Doch: Wie ist das möglich, wenn im Grabeland kein Strom fließt und es keinen Kühlschrank gibt? Dafür hat sich die Jäte-Republik etwas Besonderes einfallen lassen. Ein Erdkühlschrank muss her!
06.08.2020
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Anfangs gab es im Garten des Freundeskreises ein Erdloch. In dem Erdloch haben die Hobby-Gärtner gegrillt. Das sogenannte "Erdlochgrillen". Zum Beispiel gab es im Sommer 2019 ein ganzes Hähnchen in der Jäte-Republik zu essen. Das Prinzip des Erdlochgrillens ist einfach. Auf dem Boden des Lochs werden Blätter, Moos und Gräser ausgelegt. Das Gargut, also das in feuchtes Zeitungspapier gewickelte Hähnchen, wird darauf gelegt und auch von oben mit Blättern und Gräsern bedeckt. Auf dieser feuchten Schicht wird ein Feuer entfacht. Nach circa 5 Stunden ist das Hähnchen fertig. © Lukas Bloedt
Und so sah das Erdloch im Einsatz aus. Mhm. Da schmecken die Kartoffeln doch gleich viel besser, wenn sie selbst ins Erdloch geworfen wurden.
Lukas Bloedt (27) ist Mitglied der Jäte-Republik und hat das Erdloch ausgemessen. Da die Jäties nicht so oft das Erdloch genutzt haben, haben sie sich dafür entschlossen, das bereits vorhandene Loch zu vergrößern.© Hannes Czech
Hannes Czech (28, ebenfalls Mitglied der Jäte-Republik) hat mit Lukas und anderen Kumpels die meiste Maloche geleistet und das alte Erdloch ungefähr auf die doppelte Größe gegraben.© Lukas Bloedt
Ganz schön platt! Hannes Czech hat alles gegeben und sowohl der Boden des Loch als auch der Malocher selbst sind nach getaner Arbeit ziemlich platt.© Lukas Bloedt
Das Loch für den Erdkühlschrank ist am Ende circa 2,10 mal 1,1 Meter groß. Die Tiefe beträgt circa 1 Meter. Ein Holzrahmen sorgt für die richtigen Abstände.© Lukas Bloedt
Nach vielen Stunden Arbeit ist auch die innere Versiegelung in Form von Steinen fertig. © Lukas Bloedt
Hannes Czech baut eine kleine Treppe, damit alle in den Erdkühlschrank hinabsteigen können.© Lukas Bloedt
So sieht das Endergebnis aus. Eine Tür verschließt den Erdkühlschrank. Die Tür haben die Gartenfreunde geschenkt bekommen, andernfalls wäre sie auf dem Müll gelandet. Nur das Öffnen und Schließen ist noch ein wenig hampelig. Aber: Übung macht den Meister! Im Innern des Kühlschranks sind es circa 10 Grad kühler als draußen. Da zischt das ein oder andere Getränk doch schon viel besser!© Lukas Bloedt

In der Bildergalerie wird erklärt, wie die Freunde vorgegangen sind. Aus dem Erdloch, das schon im Garten war und in dem das ein oder andere Hähnchen und viel Gemüse gegart wurde, ist letztendlich ein Erdkühlschrank geworden.

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So haben sich die Gartenfreunde eine Menge Arbeit gespart. Denn der Anfang war schon gemacht. Richtig ins Schwitzen kam besonders Jäte-Mitglied Hannes Czech (28). Er hat am meisten gebuddelt. Doch das Ergebnis kann sich sehen lassen: Entstanden ist ein circa 2,1 Meter langes, 1,1 Meter breites und 1 Meter tiefes Loch.

So können Sie an unserer Gartenserie „Querbeet“ teilnehmen

Auch Sie möchten Ihren Garten oder Ihren Balkon in unserer Sommerserie vorstellen? Dann senden Sie gern eine E-Mail an Dortmund@lensingmedia.de (oder melden Sie sich unter 9059 4821) und beschreiben Sie kurz, was das Besondere an Ihrer grünen Oase ist.

So sind die Getränke circa 10 Grad kühler als die Außentemperatur im Garten. Da zischen Bier und Apfelschorle am besten!

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