Das Spiele-Konzept von „Gamer“ verbindet die Vorzüge von Online-Welt und Realität. In Dortmund soll jetzt die zweite Freizeitwelt dieser Art in NRW öffnen. Die Inhaber hoffen, dass das Spielen dann möglichst bald - wie auf diesem Bild - ohne Maske möglich sein wird. © Gamer Tech.
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„Gamer“ bald in Dortmund – neuartige Freizeitwelt für Action und Spaß

Eine neue Attraktion erwartet Dortmund - sobald die Corona-Pandemie es zulässt. Eine Freizeitwelt, die reales Spielen mit Technik verbindet, ist fertig aufgebaut. Sie muss nur noch öffnen dürfen.

Ausprobieren kann man den Spiele-Parcours, den die beiden Unternehmensgründer Alexander Zlotnik und Timo Trumpp aufgebaut haben, zurzeit noch nicht. Aber, was die beiden von ihrem selbst entwickelten Konzept für die Freizeitunterhaltung erzählen, erinnert an „Schlag den Raab“ oder auch an eine moderne Version von „Spiel ohne Grenzen“.

Ihr Angebot mit dem Namen „Gamer“ verbindet reales Spielen mit dem Einsatz moderner Technologie. Aufgrund der Einschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie muss der neuartige Freizeittempel mitten in der City aber zurzeit noch geschlossen bleiben.

Die Eröffnung war eigentlich für den 1. November geplant. Wegen des Teil-Lockdowns musste sie auf einen unbestimmten Zeitpunkt verschoben werden. Die neuen Räumlichkeiten an der Schliepstraße 4, der ehemaligen Adresse des Modelleisenbahn-Shops DM-Toys über dem Designmöbel Geschäft Wim Gelhard in der Dortmunder City, sind seit mehreren Wochen fertig eingerichtet.

Dafür sind Alexander Zlotnik und Timo Trumpp mit hohen Investitionen in Vorleistung gegangen. In die Entwicklung der Spiele und Technik sowie in die Ausstattung des Ladenlokals haben sie bisher rund 500.000 Euro investiert.

„Gamer“ soll den Markt revolutionieren

„Gamer“ in Dortmund soll nach Bielefeld ihr zweites Standbein werden. Jetzt allerdings sind Alexander Zlotnik und Timo Trumpp noch auf Monate ohne Einnahmen und stehen vor laufenden Betriebskosten von rund 6.000 Euro pro Monat. „Auf staatliche Überbrückungshilfe“, sagen sie, „haben wir keinen Anspruch, weil unser junges Unternehmen keine Umsätze aus dem Vorjahr aufweisen kann.“

Timo Trumpp (links) und Alexander Zlotnik warten seit Wochen auf die Eröffnung ihres neuen Freizeitangebots in Dortmund. 500.000 Euro haben sie investiert.
Timo Trumpp (links) und Alexander Zlotnik warten seit Wochen auf die Eröffnung ihres neuen Freizeitangebots in Dortmund. 500.000 Euro haben sie investiert. © Gamer Tech. © Gamer Tech.

Die Existenzgründer zeigen sich dennoch weiterhin optimistisch. „Wir sind zuversichtlich, diese Phase zu überstehen, auch wenn sie unsere Entwicklung noch auf lange Sicht beeinträchtigen wird“, erklärt Alexander Zlotnik.

Mit ihrer Geschäftsidee wollen sie in den kommenden Jahren den Markt für Freizeitunterhaltung revolutionieren und mitgestalten. „Unser Ziel ist es, die faszinierenden Momente der Onlinespielewelt in der Realität erlebbar zu machen“, so Timo Trumpp. Im Vergleich zu Online-Angeboten bestehe für Freizeitangebote noch großer Aufholbedarf.

„Gamer“-App leitet durch die Spielewelten

Sämtliche Spiele werden in den Räumen an der Schliepstraße real gespielt, sind buchstäblich „zum Anfassen“. Kameras, Sensoren und eine selbst entwickelte Software erfassen die Ergebnisse der Spieler und machen sie objektiv miteinander vergleichbar.

Die insgesamt 9 Spiele sind auf Eins-gegen-Eins-Duelle in mehreren Schwierigkeitsstufen angelegt und passen sich so den individuellen Leistungsniveaus der Spieler an. Dabei ist auf jeder Station eine andere Fähigkeit gefragt: zum Beispiel Athletik, Geschick oder Allgemeinwissen. Eine webbasierte App leitet Gruppen von bis zu 24 Personen per Smartphone durch die Spielewelten.

Den ersten Standort haben Alexander Zlotnik und Timo Trumpp mit einer durch den Lockdown bedingten, zweimonatigen Verspätung Ende Mai in Bielefeld eröffnet. In Zukunft planen die beiden Unternehmer, weitere Spielstätten in Nordrhein-Westfalen zu eröffnen. „Hier finden wir einen guten Mix aus mehreren Faktoren: zum einen eine relativ hohe Bevölkerungsdichte, zum anderen eine besondere Wettkampfverliebtheit der Menschen“, so Alexander Zlotnik.

Deshalb fiel auch die Wahl für ihren zweiten „Gamer“-Store auf Dortmund: „Diese Stadt ist mit ihrer Sport- und Fußball-Begeisterung für uns als Standort prädestiniert“, so Timo Trumpp.

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Nach mehreren Stationen in Redaktionen rund um Dortmund bin ich seit dem 1. Juni 2015 in der Stadtredaktion Dortmund tätig. Als gebürtigem Dortmunder liegt mir die Stadt am Herzen. Hier interessieren mich nicht nur der Fußball, sondern auch die Kultur und die Wirtschaft. Seit dem 1. April 2020 arbeite ich in der Stadtredaktion als Wirtschaftsredakteur. In meiner Freizeit treibe ich gern Sport: Laufen, Mountainbike-Fahren, Tischtennis, Badminton. Außerdem bin ich Jazz-Fan, höre aber gerne auch Rockmusik (Springsteen, Clapton, Santana etc.).
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