FV Scharnhorst hat wieder Hoffnung auf Kunstrasenplatz

dzFußball in Scharnhorst-Ost

Einer der bevölkerungsreichsten Stadtteile Dortmunds ist Scharnhorst-Ost. Dennoch hat der dortige Fußballverein FV Scharnhorst immer noch keinen Kunstrasen. Das könnte sich ändern.

Scharnhorst

, 17.09.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

In ein Thema, das schon seit vielen Jahren gärt, scheint langsam Bewegung zu kommen: Kunstrasen für den FV Scharnhorst - und damit zusammenhängend eine Sanierung und Umgestaltung der gesamten Sportfläche zwischen Gesamtschule Scharnhorst und Buschei-Grundschule.

Vor einigen Tagen hat ein Treffen stattgefunden, an dem Vertreter der Verwaltung, der verschiedenen Scharnhorster Sportvereine, der (wiedergewählte) SPD-Ratsvertreter Rüdiger Schmidt sowie Vertreter eines Potsdamer Planerbüros teilgenommen haben. Tenor der Veranstaltung: Als eine Art Pilotprojekt für Dortmund und von der Stadt finanziert soll die gesamte Anlage ertüchtigt werden. Christian Sänger, Sportlicher Leiter beim FV Scharnhorst, und Jugendleiterin Anja Gehrke hoffen, dass der Startschuss dafür noch in diesem Jahr erfolgen kann - oder zumindest Anfang nächsten Jahres.

Das wäre für den Verein wichtig, denn er hat eine Förderzusage für die Umrüstung der Flutlichtanlage auf LED-Technik, die aber nach einem Jahr erlischt. Es müsste also jetzt innerhalb des kommenden Jahres eine Entscheidung fallen. „Wir haben mit der Umrüstung bisher noch gewartet“, sagt Sänger, „weil wir schließlich gar nicht wissen, wie unsere künftige Anlage aussieht. Am Ende kommt man zu der Entscheidung, den gesamten Platz zu drehen, und dann stehen die Flutlichtmasten im Weg.“

Der FV Scharnhorst dürfte einen großen Zulauf an jungen Kickern erleben, wenn der Sportplatz einen Kunstrasenbelag erhält

Der FV Scharnhorst dürfte einen großen Zulauf an jungen Kickern erleben, wenn der Sportplatz einen Kunstrasenbelag erhält. © Andreas Schröter

Zu den Neuerungen könnte ebenfalls ein zusätzliches, überdachtes Kleinfeld gehören, das dem Verein besonders im Winter eine große Hilfe wäre. Auch neue Umkleidekabinen sollen gebaut werden. Momentan nutzt der Verein die Kabinen in der Turnhalle der Buschei-Grundschule, die jedoch einige hundert Meter entfernt liegt.

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Der momentane Zustand des Platzes lässt sich nicht anders als desolat bezeichnen. Der Aschenplatz - einer der letzten seiner Art in Dortmund - besteht fast nur noch aus Schotter. Eine Bewässerungsanlage in der Mitte des Platzes, die nicht mehr komplett versenkbar ist, sorgt für eine gefährliche Stolperfalle. Die Drainagen am Spielfeldrand wurden notdürftig repariert.

Trotzdem hat der Verein dank seiner guten Jugendarbeit einen regen Zulauf und kann noch immer vier Teams stellen. Hinzu kommen zwei Seniorenmannschaften - die erste spielt in der Kreisliga B.

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Christian Sänger sagt, er sei insgesamt nun sehr zuversichtlich, dass es bald etwas werde mit dem Umbau. Und sollte es tatsächlich so kommen, glaube er an einen großen Zulauf für seinen Verein: In Scharnhorst-Ost leben unzählige Jugendliche, die gerne kicken. Auch die Gesamtschule Scharnhorst, die ihren Sportunterricht auf dem Platz abhält, würde davon profitieren.

Marode ist auch das Multifunktions-Sportfeld zwischen Fußballplatz und Gesamtschule Scharnhorst

Marode ist auch das Multifunktions-Sportfeld zwischen Fußballplatz und Gesamtschule Scharnhorst. © Andreas Schröter

Sanierungsbedürftig ist auch die wellige und zum Teil zerrissene Gummi-Sportfläche zwischen Sportplatz und Gesamtschule.

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