Bildung

Funktioniert digitale Schule in Dortmund? Das sagen Eltern, Schüler und Lehrer

Ein Jahr ist es her, dass mit der Pandemie auch der Wettlauf um die Digitalisierung an Dortmunder Schulen begann. Wie klappt die digitale Schule jetzt? Unsere große Umfrage liefert die Antworten.
Familie Wespel stößt beim Home-Schooling in an ihre Grenzen. © Irina Höfken

Seit gut einem Jahr hat die Corona-Pandemie den Alltag fest im Griff. Dazu gehört auch der Schulalltag – und damit das digitale Lernen mit all seinen Herausforderungen an Schüler, Lehrer und Eltern.

Irgendwie damit abgefunden haben sich mittlerweile wohl alle – dass jeder damit gut zurechtkommt, heißt das aber noch lange nicht.

Wie gut sind Dortmunds Schulen digital aufgestellt? Was läuft gut, wo hakt es? Das wollten wir in einer großen Umfrage herausfinden. 548 Dortmunder haben mitgemacht – Schüler, Eltern und Lehrer aller Schulformen und Altersgruppen haben die Fragen beantwortet.

In der Serie „Schule digital“ präsentieren wir die Ergebnisse – und betrachten den aktuellen Stand der Dinge aus allen Perspektiven:

Hat die Pandemie die Digitalisierung wirklich voran gebracht?

Während man sich auf bei der Stadt sicher ist, dass Dortmund einen Spitzenplatz in Sachen digitale Ausstattung der Schulen einnimmt, sehen Schüler, Eltern und Lehrer nach wie vor Probleme im digitalen Alltag.

Dass es aber mal tausende iPads für Schüler geben würde, hat vor einem Jahr noch niemand gedacht. Hat die Pandemie die Dortmunder Schulen in der Digitalisierung also weitergebracht?


Die Vorzeige-Schule und das Schlusslicht


Die einen haben Apple-TVs im Klassenraum, die anderen nutzen den alt bewährten Overheadprojektor. Wir haben jene Schule besucht, die von der Stadt als Vorzeigeschule in Sachen Digitalisierung genannt wird – und stellen auch jene vor, die sich selbst als „Schlusslicht“ bezeichnet.

Wie weit die Vorzeigeschule ist, zeigt auch unser Video. Lego-Roboter, Drohnen und sogar Laser-Schneider werden in den Lern-Alltag integriert:

Eltern kommen im digitalen Schulalltag an Grenzen

Auf unsere Umfrage haben wir über 500 Antworten erhalten, mehr als die Hälfte der Antworten stammte von Eltern – der Eindruck ist eindeutig: Die Stimmung ist schlecht.

Wie sich die Rolle der Eltern durch den Digitalunterricht verändert hat, zeigt ein Blick hinter die Kulissen: Wir haben eine Familie im alltäglichen Distanzunterricht begleitet. Der Vater gibt offen zu: „Die Zukunft macht mir Sorgen“:

Kommen Lehrer zu kurz?

Fortbildung, Workshops, pädagogischer Tag – all das kommt für Lehrer zum digitalen Schulalltag noch hinzu. Die digitalen Hilfsmittel müssen außerdem erst einmal gelernt sein und schließlich will der Distanzunterricht auch vernünftig umgesetzt werden. Wie kommen Lehrer nach einem Jahr im digitalen Schulalltag zurecht? Und was müssen sie alles lernen?

Sebastian Opitz ist einer von sechs „Digitalos“ an der Gesamtschule Scharnhorst und Didaktischer Leiter. Er hat die erste digitale Fortbildung der Schule koordiniert.
Sebastian Opitz ist einer von sechs „Digitalos“ an der Gesamtschule Scharnhorst und Didaktischer Leiter. Er hat die erste digitale Fortbildung der Schule koordiniert. © Schaper (Archiv) © Schaper (Archiv)

Wie Schüler den digitalen Lern-Alltag erleben

Digitale Plattform oder kopierter Arbeitszettel? Videokonferenz oder nicht? Eine Grundschülerin und ein Gymnasiast erzählen, wie ihr Corona-Alltag ausgesehen hat in all den Monaten.

Passend dazu haben wir in unserer Umfrage gefragt, welche digitalen Hilfsmittel im Unterricht eigentlich zum Einsatz kommen:

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