Neue Wohnungen im Kaiserviertel: Bauarbeiten dauern länger als geplant

dzKaiserquartier

An der Klönnestraße Ecke Hamburger Straße entsteht ein neues Wohngebiet. Ein großer Kran steht derzeit auf dem Grundstück. Das Projekt hat sich bereits etwas verzögert.

von Alexandra Wachelau

Kaiserstraßenviertel

, 16.08.2019, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Bauen hat begonnen: Zwar werden schon seit rund einem halben Jahr die Gruben im Kaiserquartier ausgehoben, doch die entscheidende Phase des Neubauprojekts „Kaiserquartier“ hat erst diese Woche begonnen. Die ersten Tiefgaragen werden nun hochgezogen. Das bebaute Gelände verläuft von der Kaiserstraße 134 über die Klönnestraße bis zur Wismarer Straße, an der nun auch der erste große Baukran zu sehen ist.

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An der Stelle, wo vor einem Jahr noch um den Erhalt einer alten Platane gekämpft wurde, sehen die Anwohner jetzt nur noch eine große Grube und Baumaschinen. Eric Schmidt, Inhaber und Verpächter des Grundstücks sowie Initiator des 2017 gegründeten Projekts, ist froh über die schnelle Entwicklung auf dem Gelände: „Das Baugrundstück wurde nun hergerichtet. Wir haben den schadstoffreichen Boden vollständig ausgetauscht“, sagt er.

Die Tiefgaragen sind der erste Schritt des Bauprojekts

Der alte Boden, so Schmidt, wurde über Jahre hinweg verunreinigt. Auch Sprengstoffkörper aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg hätten entfernt werden müssen. „Für ein Projekt dieser Größenordnung sind wir aber gut in der Zeit“, sagt er. Voraussichtlich Ende des Jahres 2021 könne das gesamte Bauprojekt abgeschlossen werden – ursprünglich war Mitte 2021 geplant.

Neue Wohnungen im Kaiserviertel: Bauarbeiten dauern länger als geplant

Der erste große Kran steht, weitere werden folgen. © Schaper

Baubetreuer Peter Lux schätzt, dass sich das Projekt um fünf Monate verschieben könnte. Genau stehe das noch nicht fest. Allerdings betont Eric Schmidt, dass es eben nicht um „schnell hochgezogene Plattenbauten“ ginge, sondern eine „hochwertige Wohnanlage“ entstehen soll, die entsprechende Sorgfalt und Zeit nötig habe. Laut Lux könne es allerdings durchaus sein, dass die geplante Rewe-Filiale wenige Monate vorher eröffnet.

Die Dächer werden begrünt – Entschädigung für die gefällte Platane

Nach und nach wird auf der 16.000 m² großen Grundstücksfläche an den Tiefgaragen weitergearbeitet. 220 Stellplätze sollen diese später umfassen. „Der einzige sichtbare Parkplatz wird der Rewe-Parkplatz sein“, so Schmidt. Der Rest des Grundstücks soll vor allem Mietwohnungen vorbehalten sein, zehn Häuser mit 130 Mietwohnungen sind geplant. Aber auch ein Ärztezentrum mit Apotheke soll in dem Komplex unterkommen. „Damit bieten wir eine zusätzliche Grundversorgung für die Anwohner“, sagt Lux.

Die einstige Verstimmung der Anwohner wegen der gefällten Platane kann Schmidt nur bedingt nachvollziehen. „Die Abstimmung der Bürgerversammlung war damals einstimmig“, betont er. „Jedes Dach, das wir neu bauen, wird außerdem komplett begrünt“, sagt Schmidt und verweist darauf, dass eine Ersatzbepflanzung eingerichtet sei. Auch Peter Lux weist darauf hin: „Es ist eine starke Begrünung vor Ort geplant, mit vielen Bäumen, die gepflanzt werden sollen.“

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