Erstes Hochhaus am Phoenix-See: Die Bauarbeiten gehen schon bald richtig los

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Am Nordwest-Ufer des Phoenix-Sees entsteht derzeit ein elfgeschossiges Hochhaus. Die ersten Bauarbeiten begannen mit jahrelanger Verspätung, sollen aber schon bald so richtig losgehen.

Hörde

, 09.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Es wird nicht mehr lange dauern, dann werden die Ausmaße des Projektes greifbar sein. Jahrelang war neben dem Café Solo am Phoenix-See eine Brachfläche, seit mehreren Wochen wuseln hier Bauarbeiter und Fahrzeuge herum. Aus dem matschigen Stück Rasen ist eine Baufläche geworden.

Mit Arbeiten an der Tiefgarage wird es losgehen

Hier, am Nordwestufer, entsteht seit einigen Wochen das lange geplante Hochhaus mit dem Namen „Comunita Residenz Phoenixsee“. Wenn alles glatt läuft, wird in dieser Woche der erste Hochbaukran aufgestellt.

Erstes Hochhaus am Phoenix-See: Die Bauarbeiten gehen schon bald richtig los

Das Schild mit den Kontaktdaten steht schon etwas länger auf der Fläche. © Michael Nickel

„Dann werden die Bodenplatten für die Tiefgarage verlegt“, sagt Ian Biglands im Gespräch mit dieser Redaktion. Er ist Geschäftsführer Immobilien bei Orpea. Deren Tochter Comunita wird Betreiber der Seniorenresidenz.

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Es sollen ältere Menschen sein, die in prominenter Lage ein neues Zuhause finden sollen. In dem Gebäudeensemble, dessen höchster Teil elf Stockwerke hinaufragen wird, entsteht für die stationäre Pflege von Senioren Platz für 80 Betten in Einzelzimmern. Hinzu kommen 20 Plätze in der Tagespflege und 99 seniorengerechte Mietwohnungen. „An der Gestaltung und der Geschosshöhe hat sich nichts geändert“, sagt Biglands. Es bleibt also alles so, wie es zum angekündigten Baubeginn im Januar 2019 erklärt wurde.

Eigentlich sollte der Bau schon Ende 2017 stehen

Zuvor schwebte das gesamte Projekt jahrelang zwischen Ungewissheit und Umplanung. Der Spatenstich wurde im November 2015 gemacht, Ende 2017 sollte ein damals noch zwölfgeschossig geplantes Gebäude fertig sein. Innerhalb der vier Mauern ist aber einiges umgeplant worden. Zudem war es nicht gerade einfach, Handwerker zu finden.

Erstes Hochhaus am Phoenix-See: Die Bauarbeiten gehen schon bald richtig los

Bei den Bauarbeiten zum Hochhaus am Phoenix-See geht es schon bald nach oben. © Michael Nickel

Vor einigen Wochen haben die ersten Arbeiten begonnen. „Die Tiefbauarbeiten sind das Schwierigste“, sagt Biglands. „Nun kommt es darauf an, ob wir so schnell bauen können wie wir es vorhaben.“ War Orpea Anfang 2019 noch von einer Eröffnung Ende 2020 ausgegangen, könnte es nun wieder etwas später werden. „Die Eröffnung kann sich auf 2021 verschieben, aber wir hoffen auf gutes Wetter“, so Biglands. „Wir freuen uns aber, dass wir endlich bauen.“

Wer einziehen will, muss sich noch etwas gedulden

Die Vergabe der Wohnungen läuft allerdings noch nicht. „Der Vermietungsstart für das betreute Wohnen beginnt vermutlich Mitte 2020.“ Bei den stationären Pflegeplätzen dauert es sogar bis kurz vor der Fertigstellung. Denn bei einem solchen Vorhaben komme es laut Biglands immer darauf an, ob man überhaupt genug Personal auf dem umkämpften und ausgedünnten Pflegemarkt findet.

„Ich denke aber, dass der Standort ein schöner Arbeitsplatz ist“, sagt Biglands mit einem Lächeln. Anwohner und Besucher sehen das allerdings mit gemischten Gefühlen. Das Bauprojekt wird von ihnen kritisch gesehen.

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