Corona-Kugeln als Schmuck? Fünf kreative Vorschläge für die Riesen-Tanne

dzWeihnachtsbaum

Wird der größte Weihnachtsbaum der Welt nun zu Ende gebaut oder nicht? Die Stadt will das am Dienstag (3.11.) mitteilen. Gleichzeitig gibt es Vorschläge, wozu die Riesen-Tanne dienen könnte.

Dortmund

, 03.11.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Oberbürgermeister Thomas Westphal machte es am Montag (2.11.) spannend. Was mit dem größten Weihnachtsbaum der Welt passieren soll, nachdem der Weihnachtsmarkt abgesagt ist, will die Stadt am Dienstag mitteilen. Auch die Ratsfraktionen sollen ein Wörtchen dazu mitreden.

Sie hatten beschlossen, dass die Stadt in diesem Jahr die vollen Kosten von 300.000 Euro übernimmt, nachdem es bei den Schaustellern zurzeit um die Existenz geht.

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Derweil wurde aber am Montag an der Riesen-Tanne fleißig weiter gewerkelt und die Brandschutzanlage eingebaut. Sie soll im Fall des Falles bis zum 13. November fertig werden. Die Meinung über den Baum ist unter den Lesern geteilt. Auf Basis der Zuschriften an diese Redaktion ist eine Mehrheit dafür, dass er weitergebaut wird. Und diese Lösung zeichnet sich auch ab.

„Für uns kommt der Baum“, sagte Dr. Jendrik Suck, CDU-Fraktionschef, am Montagabend. Seine Fraktion habe das für sich beschlossen. „Sonst müsste man erst einen anderen Ratsbeschluss fassen.“ Der Baum sei eine positive Botschaft, „ein Signal an die Bürgerschaft, den Einzelhandel und die City.“

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Außerdem haben Dortmunder und Dortmunderinnen eine Reihe von Vorschlägen, was sich aus der Riesen-Tanne machen ließe – in ihrem jetzigen Zustand als Gerüst, mit ihren Überresten und in ihrem Endausbau als prächtiger Weihnachtsbaum. Hier sind fünf Ideen:

1. Spendenbaum mit digitaler Anzeigentafel

Mit einer Riesenspendenaktion unter der Riesen-Tanne, meint Ursula Gorski, könne der Baum etwas Gutes bewirken. Das Geld könne man den Schaustellern zugutekommen lassen, die nicht mehr wissen, wie sie über den Winter kommen sollen.

Susanne Malz hat diese Idee noch weiterentwickelt: „Eine digitale Anzeige, die die eingezahlten Beiträge gerne in Echtzeit anzeigt.“ Statt drei Euro für Mandeln, Bratwurst, Glühwein oder Reibeplätzchen, die es dieses Jahr nicht gibt, könne man drei Euro spenden – wie bei anderen Projekten per Handy, Computer oder Telefon. Susanne Malz: „Würde jeder Dortmunder einen Euro spenden, hätten wir schnell eine halbe Million zusammen – theoretisch.“

2. Mit Corona-Kugeln und neuer Aufschrift

Susanne Malz hat noch eine Idee. In diesem Jahr könnte man auch einige Corona-Kugeln an den Baum hängen und ihn zusätzlich statt der Aufschrift „Schöne Weihnachten“ mit dem Schriftzug: „Bleibt und werdet alle gesund“ versehen. Der Engel an der Spitze ließe sich so auch als Schutzengel betrachten.

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3. Als zeitlich befristetes Mahnmal

Nach Meinung von Benedikt van Acken ist der „Baum“ keiner und sollte so bleiben, wie er aktuell ist. „Als Metall-Gerippe ist er ein (zeitlich befristetes) Mahnmal dafür, dass die Natur der Menschheit mit Corona ein Stopp-Schild hinhält und sie auffordert, ihr Konsumverhalten und die Vernutzung der Erde zu überdenken.“

4. Baum mit Eintritt

Ein anderer Vorschlag auf Facebook lautet, den fertigen Baum einzuzäunen, das Ganze als „Weihnachtspark“ zu deklarieren und Eintritt zu nehmen. Die Einnahmen wiederum könne man für einen guten Zweck verwenden.

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5. Die 1700 Rotfichten der Riesen-Tanne spenden

Menschen, die dagegen sind, die Riesen-Tanne weiterzubauen, haben Ideen, wie ihre schon 1700 geschlagenen Rotfichten zu verwenden wären. Man könne die einzelnen Fichten bedürftigen Familien als Weihnachtsbaum spenden, heißt es. Dabei gäbe es aber wohl ein Problem: Die wenigsten bedürftigen Familien dürften so große Wohnungen oder hohe Zimmerdecken haben, dass diese nicht gerade kleinen Rotfichten dort hineinpassen.

Doch es gibt dazu noch einen abgewandelten Vorschlag: Geschäfte könnten diese Rotfichten kaufen und in den Läden aufstellen. Der Erlös aus dem Verkauf könne an Kinder in Not oder Obdachlose gehen.

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