Was früher Versehrtensport war, ist heute Reha-Training

50 Jahre Bewegung-Sport-Gesundheit

Es ist eine muntere Truppe, die da in der Turnhalle der Westhausen-Grundschule ihre Übungen macht. Da tut es nichts zur Sache, dass sie nicht versehrt sind. Es wird das 50-Jährige gefeiert.

Mengede

, 14.06.2019, 11:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Was früher Versehrtensport war, ist heute Reha-Training

Auch vom Stuhl aus kann man Übungen für den Rücken machen. © Irene Steiner

Versehrte, das waren nach dem Krieg die Menschen, „denen etwas fehlte“, wie der Vorsitzende von „Bewegung-Sport-Gesundheit“ (BSG), Detlef Kisker, es auf den Punkt bringt. Denn der kleine Verein war bei seiner Gründung vor 50 Jahren ein Versehrtensportverein. Dazu kamen Rollstuhlfahrer oder andere körperlich Beeinträchtigte, alle wollten sich und ihrem Körper etwas Gutes tun. Mit beachtlichem Erfolg: In den 70er-Jahren gab es mit Heinz Heinemann als Rollstuhlformationstänzer einen Deutschen Meister. Und Hugo Wölk war in den 80ern ein erfolgreicher Schwimmer, gewann national und international zahlreiche Titel und nahm sogar an den Paralympics teil.

Bundessenioren-Wettkampf 2020 im Blick

Heute geht es in der Wenemar-Straße ruhiger zu. Es steht Reha-Sport im Sitzen auf dem Programm, zweimal in der Woche geht es in die Halle, einmal ins Hallenbad. Die Stimmung ist gelöst: „Bei uns geht es familiär zu, wir machen auch außerhalb der Halle viel zusammen“, sagt Kisker. Und wenn es klappt, dann nehmen die BSG-ler auch am nächsten Bundessenioren-Wettkampf 2020 in Zinnowitz teil.

Gefeiert wird das 50-Jährige am Sonntag (16. 6.) ab 15 Uhr im „Fachwerk“ an der Deininghauser Straße. Sport getrieben wird dann wieder in der nächsten Woche.

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