Frank Griewel, „Kinkys“-Friseur“ aus dem Westpark, hier auf einem Archivfoto von 2018 und deshalb ohne Maske. © Schaper
„Mittelstand in Not“

Friseur organisiert trotz Öffnung Demo auf dem Friedensplatz

Am 1. März dürfen Friseure wieder öffnen. Ein Friseur aus Dortmund plant allerdings für Samstag eine Demo in der Innenstadt. Er schäme sich fast, Friseur zu sein, und habe viele Kritikpunkte.

Es hat sich eine Menge angestaut bei Frank Griewel. Eigentlich hatte er die Demo auf dem Friedensplatz schon geplant, als die Wiedereröffnung am 1. März noch nicht beschlossen war. Doch auch jetzt hat er noch viele Kritikpunkte.

Zunächst stellt er klar: Eine Demo nur für die Friseure sei es nicht, die für Samstag (20.2.) von 15 bis 17 Uhr angemeldet hat. Nein, der Titel lautet: „Mittelstand in Not“.

„Die Ungleichbehandlung der Gewerke“ sei ein Punkt, findet Griewel. Er schäme sich fast, Friseur zu sein und deshalb mindestens eine Woche früher öffnen zu dürfen als andere Dienstleistungen, Geschäfte, Läden. „Das weckt doch nur Neid“, findet er bei aller Freude.

Mehrwertsteuer, Corona-Hilfen, Rückzahlung

„Und dass wir eine Woche Vorsprung haben, holt die Kuh doch nicht vom Eis.“ Er kritisiert Corona-Hilfen, auf die man lange warten müsse und die Soforthilfe, die irgendwann habe zurückgezahlt werden müssen. Ebenso die Regelung, dass pro Person im Laden 10 Quadratmeter benötigt werden. Und auch die corona-unabhängige Forderung der Mehrwertsteuersenkung für körpernahe Berufe auf sieben Prozent führt er an.

Der Friseur, der einst ein altes Toilettenhäuschen im Westpark in seinen Salon umbaute, findet das alles „ein Ding der Unmöglichkeit.“ Für die Demonstration such Griewel nun auch Gastronomen, Tätowierer und Kosmetiker, die mit demonstrieren und gegebenenfalls auch sprechen würden.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Jahrgang 1977 - wie Punkrock. Gebürtiger Sauerländer. Geborener Dortmunder. Unterm Strich also Westfale.
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Björn Althoff

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