Friedchens Pommesbude: Mit Außer-Haus-Verkauf und Auktion gegen Corona

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Die Corona-Krise sorgt auch bei Gastronom Kay Fräder für wirtschaftlichen Druck. Außer-Haus-Verkauf, ein Lieferservice und eine Auktion, gekoppelt mit einem besonderen Rabatt, sollen helfen.

Kirchlinde

, 15.04.2020, 19:14 Uhr / Lesedauer: 2 min

Kay Fräder sieht anders aus: Der ehemalige RTL-Pommeskönig hat seit neuestem eine Glatze – um einer seiner besten Freundinnen Kraft zu geben und Zusammenhalt zu demonstrieren. „Sie hat Krebs und gerade ihre Haare verloren. Ich will ihr damit zeigen, dass wir das gemeinsam durchstehen.“

Der 50-Jährige verbindet mit seinem neuen „Look“ aber noch eine andere Botschaft. „Es gibt nicht nur Corona, es gibt auch Krebs und andere Krankheiten, gegen die viele Menschen kämpfen müssen. Das wird gerade vergessen.“

Kay Fräder spürt großen wirtschaftlichen Druck

Dennoch – auch der bekannten Koch aus Westerfilde mit Restaurants in Kirchlinde und Huckarde muss sich mit Corona auseinandersetzen. Friedchens Pommesbude und Friedchens Bahnhof sind seit Mitte März geschlossen. Mittlerweile ist der wirtschaftliche Druck für Kay Fräder und sein Team so groß, dass er handeln muss.

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Am liebsten hätte er auf Außer-Haus-Verkauf und Lieferservice verzichtet – mit Rücksicht auf seine Mitarbeiter. „Kontaktlos geht das alles doch gar nicht, deshalb tue ich mich damit schwer.“

Doch die Krise lasse ihm keine Wahl: Ab dem 20. April gibt es in Friedchens Pommesbude in Kirchlinde, Westerwikstraße 61, wieder Burger, Schnitzel und Co. Allerdings müssen die Gerichte mitgenommen werden. Bestellungen sind ebenfalls möglich.

Noch keine NRW-Soforthilfe für Friedchens Pommesbude

Friedchens Bahnhof in Huckarde bleibe weiterhin geschlossen. Zum einen habe er für diese Firma bereits die NRW-Soforthilfe erhalten, zum anderen sei der Bahnhof für einen Außer-Haus-Verkauf einfach zu groß.

Auch Friedchens Pommesbude leidet unter den Folgen der Corona-Krise.

Auch Friedchens Pommesbude in Kirchlinde leidet unter den Folgen der Corona-Krise. © Beate Dönnewald

Für Friedchens Pommesbude, die zu einer anderen GmbH gehört, sei die staatliche Förderung noch nicht erfolgt. Auch die Anträge auf Kurzarbeit für seine fest angestellten Mitarbeiter habe das Jobcenter bislang nicht bearbeitet, so Fräder.

Doch nicht nur der Lieferservice und Außer-Haus-Verkauf sollen für ein wenig finanzielle Entspannung sorgen. Weil Fräder Spendenaktionen gar nicht mag, plant er eine Auktion mit veredelten Friedchen-T-Shirts.

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Die Versteigerung soll über Facebook laufen. „Wer ein T-Shirt ersteigert, bekommt bei uns lebenslang zehn Prozent Rabatt auf unsere Gerichte“, verkündet Kay Fräder. Zudem könnten für beide Restaurants per E-Mail (info@friedchens.de) Gutscheine erworben werden.

Fräder glaubt nicht an ein schnelles Ende der Corona-Krise

An ein schnelles Ende der Corona-Krise glaubt Fräder nicht. „Doch wenn es soweit ist und die Maßnahmen gelockert werden, sind wir vorbereitet.“

Zuletzt hat Kay Fräder noch einen Wunsch – nicht nur an seine Gäste: „Dass sie die Arbeit der Gastronomen zukünftig mehr honorieren und die Freiheit, jederzeit und überall essen gehen zu können, mehr schätzen.“

Friedchens Pommesbude
Lieferservice und Außer-Haus-Verkauf täglich von 13 bis 20 Uhr

  • Der Außer-Haus-Verkauf und Lieferservice von „Friedchens Pommesbude“, Tel. (0231) 22 38 67 72, läuft täglich von 13 bis 20 Uhr.
  • Kostenlos geliefert (Mindestbestellwert 15 Euro) wird nach Kirchlinde und in die angrenzenden Stadtteile Marten, Westrich, Frohlinde, Rahm, Jungferntal, Bodelschwingh und Westerfilde.
  • Die Extra-Karte mit über 20 Gerichten ist auf Facebook veröffentlicht.
  • Wer möchte, kann auch über Paypal oder per Sofortüberweisung bezahlen.
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