Freude über Verstärkung im Seniorenbüro Lütgendortmund

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Gerade in der Corona-Zeit hat das Seniorenbüro Lütgendortmund viel zu tun. Jetzt gab es für Natalia Rahm und Holger Maßmann eine Nachricht, die es nicht oft gibt in der Stadtverwaltung.

Lütgendortmund

, 22.11.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zwei neue Mitarbeiter verstärken das Team des Seniorenbüros Lütgendortmund. Aus dem Duo Natalia Rahm und Holger Maßmann wird ein Quartett mit den Neuen Mareike Nest und Jörg Gondermann.

Eine Verdoppelung der Personalstärke in einer Abteilung. Das ist ungewöhnlich für die Stadtverwaltung in Dortmund. Es handelt sich aber nicht um eine kurzfristige Personal-Umplanung, sondern um eine schon im Jahr 2019 eingeleitete Entwicklung.

Schon damals war klar, dass das Seniorenbüro Lütgendortmund personell am Limit arbeitet. Das kostenlose Informieren von Senioren und ihren Angehörigen über einfach alle Angebot zum Thema Alter, gleichzeitig in den Ortsteilen als Helfer präsent sein und auch noch Netzwerk-Arbeit leisten mit professionellen oder ehrenamtlichen Diensten für Senioren: „Das ging nicht mehr“, berichtet Natalia Rahm.

Entscheidung viel schon vor der Pandemie

Deshalb stießen in diesem Jahr Mareike Nest und Jörg Gondermann dazu, um Natalia Rahm und Holger Maßmann soweit zu entlasten, dass wieder alle Aufgaben wie gewohnt gemeistert werden können.

Jörg Gondermann aus dem Seniorenbüro Mengede unterstützt jetzt auch seine Kollegen in Lütgendortmund.

Jörg Gondermann aus dem Seniorenbüro Mengede unterstützt jetzt auch seine Kollegen in Lütgendortmund. © Holger Bergmann

Die Stelle von Mareike Nest konnte durch die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz eingerichtet werden. Jörg Gondermann arbeitete bereits im Seniorenbüro Mengede und schenkt Lütgendortmund nun die Hälfte seiner Zeit.

Die Verstärkung des Seniorenbüros ist also nicht der Corona-Krise geschuldet, hat aber durch die Corona-Krise besonders viel Wirkung gezeigt. Denn die Anfragen haben sich während der Pandemie verändert.

Patientenverfügungen für Corona geändert

Corona hat vor allem eine Frage bei den Senioren und ihren Angehörigen geweckt: „Es ging sehr oft um Patientenverfügungen“, berichtet Holger Maßmann.

Patientenverfügungen regeln, wie etwa mit lebensverlängernden Maßnahmen zum Beispiel mit künstlicher Beatmung umgegangen werden soll.

Weil Corona-Erkrankte häufig künstlich beatmet werden müssen, wäre eine Patientenverfügung, die eine künstliche Beatmung verbietet, schädlich für den Patienten. Viele Menschen im Lütgendortmund haben sich beraten lassen, wie man eine Patientenverfügung ändern kann.

Senioren und Angehörige

Neben diesem neuen Thema sind die klassischen Senioren-Themen weiterhin stark gefragt. Sowohl Senioren als auch deren Kinder wenden sich an das Seniorenbüro. „Etwa zu gleichen Teilen“, sagt Natalia Rahm.

Das Seniorenbüro kann beraten zu Themen wie Pflegebedürftigkeit, Entlastungen im Haushalt, barrierefreies Wohnen und allen Formularen, die es dabei auszufüllen gilt.

Dank der Vernetzung des Seniorenbüros kann für praktisch jedes Problem ein gewerblicher oder trägerbezogener Spezialist genannt werden. Gerade diese Netzwerkarbeit hatte zuletzt unter der Zeitnot im Seniorenbüro gelitten.

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