Freibad-Chaos: Grüne und Linke fordern intelligentes Verkehrskonzept für Deusen

Freibad Hardenberg

Das Chaos rund um das Freibad Deusen braucht Lösungen. Am Dienstag lud Bezirksbürgermeister zum Krisengespräch ein. Derweil üben linke und grüne Lokalpolitiker scharfe Kritik.

Deusen

, 03.07.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

24 abgeschleppte Fahrzeuge und 31 Verwarnungen: Das ist die Bilanz des Ordnungsamtes rund ums Freibad in Dortmund-Deusen vom Wochenende.

Die zugeparkten Anwohnerstraßen sind nicht neu am Hardenberg-Bad. Deswegen beschloss die Huckarder Bezirksvertretung die Erweiterung des Parkplatzes um sechs Plätze. Ferner sollen städtische Flächen nördlich der Eisenbahnlinie für weiteren Parkraum geprüft werden. Für Hannelore Tölke (Die Linke) und Kaan Eker (Grüne) ist es das falsche Signal.

Jetzt lesen

In einer Stellungnahme üben die Fraktionsvorsitzenden scharfe Kritik. „Wer mehr Parkplätze fordert, wird den Anwohnern und Anwohnerinnen noch mehr Autoverkehr zumuten“, schreiben sie. Und fordern die Entwicklung eines Verkehrskonzeptes: „Dazu gehört die Stärkung des öffentlichen Nachverkehrs.“

„Infrastruktur wurde kaputt gespart“

Um die Anwohner zu entlasten, sollen Linienbusse das Freibad direkt anfahren können. Ferner fordern Tölke und Eker sichere Radwege und erweiterte Öffnungszeiten. Letzteres bedeute den Einsatz von mehr Personal im Freibad.

„Um diese Vorhaben umzusetzen, muss die Politik Geld in die Hand nehmen“, fordern die Ortspolitiker. „Durch eine jahrlange Sparpolitik wurde die Infrastruktur kaputtgespart. Und so kann es eben auch vorkommen, dass Freibäder an heißen Tagen geschlossen sind, Fahrpläne zusammengestrichen werden und überall Personal fehlt.“

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt