Fotografien von Hermann Hirsch hängen ungewöhnlich lange im Rombergpark

dzAusstellung Rombergpark

Beinahe ein Jahr ist es her, dass Hermann Hirsch seine Fotografien im Rombergpark aufgehängt hat. Eigentlich sollte die Ausstellung nur wenige Monate dauern - jetzt ist kein Ende in Sicht.

von Anika Hinz

Hombruch

, 16.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Egal, ob Eichhörnchen, Maus oder Rotkehlchen - sie alle landeten vor der Linse von Hermann Hirschs Kamera und später auf großen Plakaten im Rombergpark. Der Dortmunder Tierfotograf hat dort im Juli des vergangenen Jahres seine Ausstellung „Wildes Dortmund“ eröffnet und niemals damit gerechnet, dass die Werke so lange bestehen bleiben.

„Eigentlich war geplant, die Fotografien nur bis Oktober 2018 hängen zu lassen, doch der Rombergpark hat sie nicht abgenommen“, sagt Hirsch. Die Betreiber und der Fotograf haben sich daraufhin getroffen, und das weitere Prozedere besprochen. „Wir einigten uns darauf, die Fotos erst mal hängen zu lassen. Die Resonanz der Besucher war schließlich ganz gut“, so Hirsch weiter.

Zwei Bilder wurden beschmiert

Ein Grund, weshalb die Bilder so lange im Park verbleiben, dürfte auf den geringen Vandalismus an den Werken zurückzuführen sein. Nur zwei der Fotos wurden beschmiert, konnten aber mit Schwamm und Putzmittel wieder gereinigt werden. „Tatsächlich befinden sich die Plakate noch immer in einem guten Zustand. Jedoch denke ich, dass in diesem Sommer Schluss sein könnte“, sagt Hirsch.

„Es gibt kein konkretes Datum über das Ende der Ausstellung“, teilt Stadtsprecherin Anke Widow auf Nachfrage mit. „Solange die Resonanz groß ist, sehen wir keinen Grund, die Fotos abzunehmen“, heißt es weiter. Jedoch solle nicht davon ausgegangen werden, dass die Fotos von Hirsch zur dauerhaften Ausstellung werden. „Irgendwann werden wir sie abnehmen. In naher Zukunft aber auf jeden Fall nicht“, so die Stadtsprecherin.

Ausstellung hat persönliche Gründe

Seit über zehn Jahren fotografiert Hermann Hirsch bereits Tiere - mit Fokus auf die heimatliche Fauna. „Als ich noch zur Schule gegangen bin, war der Romberpark die nächste Grünfläche. Ich bin oft nach dem Unterricht dort hingegangen. Dort habe ich das Fotografieren erlernt“, sagt er. Die meisten Fotos der Ausstellung sind daher von 2012 oder 2013. „Alleine 2013 war ich bestimmt 300 Mal im Rombergpark - morgens und abends“, so Hirsch.

Fotografien von Hermann Hirsch hängen ungewöhnlich lange im Rombergpark

Hermann Hirsch fotografiert seit zehn Jahren die heimische Natur. © Hermann Hirsch

Am Ende ist eine Sammlung aus 15 Werken entstanden. Die Plakate befinden sich jeweils an der gleichen Stelle, an der die Aufnahmen einst entstanden sind. Der Aufbau habe rund eine Woche gedauert. Das Schwierigste daran war, die Fotos auf die Trägerplatten zu kleben. Der Rest ging dank des Sponsoren Cewe und der Dr. Gustav Bauckloh Stiftung einfach vonstatten.

Für die Zukunft plant Hermann Hirsch noch nichts Konkretes, ist sich aber sicher, dass noch weitere Ausstellungen folgen werden. „Dortmund ist für mich fotografisch einfach interessant. Daran wird sich auch nichts ändern, nur weil ich jetzt in der Nähe von Frankfurt wohne“, so der Naturfotograf.

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