Flüsterasphalt für Hauptverkehrsachse: Behinderungen für vier bis fünf Monate

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Anwohner hatten Sorge: Ab April wird es auf einer zentralen Ost-West-Verbindung für vier bis fünf Monate zu Verkehrsbehinderungen kommen. Das Tiefbauamt hat aber auch eine gute Nachricht.

Marten

, 25.02.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf Verkehrsbehinderungen müssen sich Autofahrer und Anwohner im Dortmunder Westen einstellen. Abhängig vom Wetter wird die Fahrbahn einer zentralen West-Ost-Verbindung ab April komplett erneuert. Die Bauzeit beträgt vier bis fünf Monate. Für die Anwohner gab es bei einer Bürgerinformation aber auch eine gute Nachricht.

Die Martener Straße ist im Westen des Stadtteils Marten marode. Das soll sich ändern: Ab April wird sie zwischen Steinhammer- und Diederichstraße saniert. Die Planungen stellten am Mittwoch (19.2.) Michael Lohmar und Heike Thomae vom Tiefbauamt sowie Klaus Wallrabe von DSW21 im Rahmen einer Bürgerinformation vor.

Klaus Wallrabe, Michael Lohmar und Heike Thomae (v.r.) informierten die Bürger über die Bauarbeiten an der Martener Straße.

Klaus Wallrabe, Michael Lohmar und Heike Thomae (v.r.) informierten die Bürger über die Bauarbeiten an der Martener Straße. © Uwe von Schirp

Die Fahrbahn des rund 450 Meter langen Abschnitts werde 70 Zentimeter tief ausgekoffert, erklärte Michael Lohmar. Anschließend erneuere die von der Stadt beauftragte Baufirma Höhler Frostschutz- und Schottertragschicht sowie den Unter- und Oberbau der Straße. Die Martener Straße erhält einen Flüsterasphalt.

Umleitung führt über die Germaniastraße

Die Bauarbeiten erfolgen entsprechend der Fahrspuren in zwei Abschnitten. Während der Bauzeit wird der Verkehr in Richtung Lütgendortmund als Einbahnstraße geführt. Die Zufahrt zu Grundstücken und Garagen bleibt für die Anwohner bestehen. „Es kann jedoch sein, dass man für ein bis zwei Tage mal nicht reinkommt“, erklärte Lohmar – wenn direkt vor dem Grundstück gebaut werde. „Da sagen wir aber rechtzeitig vorher Bescheid.“

Während der Bauzeit werde der Verkehr in Fahrtrichtung Osten über die nördliche Gemaniastraße und den Bärenbruch umgeleitet, erklärte Verkehrsplanerin Heike Thomae.

So sollen die Umleitungen in Richtung Marten während der Bauarbeiten erfolgen: Autos werden über die nördliche Germaniastraße und den Bärenbruch geführt (gelbe Linie). Die Busse fahren über die südliche Germaniastraße und die Steinhammerstraße (grüne Linie).

So sollen die Umleitungen in Richtung Marten während der Bauarbeiten erfolgen: Autos werden über die nördliche Germaniastraße und den Bärenbruch geführt (gelbe Linie). Die Busse fahren über die südliche Germaniastraße und die Steinhammerstraße (grüne Linie). © Grafik: Martin Klose

Ausgenommen sind die Buslinien. Die Linien 462 und 464 fahren über die südliche Germaniastraße und die Steinhammerstraße in Richtung Marten, erläuterte Klaus Wallrabe von DSW21. Die Haltestelle Gewerbegebiet Germaniastraße werde in die Germaniastraße verlegt. In östlicher Richtung stehen die Haltestellen Diederich- und Haumannstraße während der Bauarbeiten nicht zur Verfügung.

DSW21 richtet Ersatzhaltestelle ein

Nach einer Anregung in der Bürgerversammlung will DSW21 zusätzlich eine Ersatzhaltestelle kurz vor der Kreuzung Steinhammerstraße/Schulte-Heuthaus-Straße einrichten. In Gegenrichtung halten die Busse der Linien 462 und 464 an den gewohnten Haltestellen.

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Große Sorgen bereiteten den Anwohnern die Kosten der Straßenerneuerung. Michael Lohmar hatte aber eine beruhigende Nachricht: Die Kosten trägt die Stadt. Eine Beteiligung der Anwohner nach dem Kommunal-Abgaben-Gesetz erfolge nicht.

Der Grund: Als Kreisstraße ist die Martener Straße eine „klassifizierte Straße“. Und da nur die Fahrbahn und nicht die Bürgersteige oder Parkbuchten erneuert werden, gebe es keine Grundlage für die Kostenbeteiligung.

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