Flüchtlingsfrauen nähen 200 Masken für Neuankömmlinge

Ehrenamt

Engagierte Frauen haben Masken für die Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft genäht. Als Dankeschön bereiteten die Bewohner eine besondere Überraschung vor.

Derne

, 02.09.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bei der Übergabe in Dortmund-Derne waren die Näherinnen und Bewohner der Einrichtung anwesend. Im Vordergrund sind außerdem zu sehen Angelika Eberle (v.l.) und Nahid Farshi von „lokal willkommen“ und Abasse So, Leiter der Unterkunft.

Bei der Übergabe waren die Näherinnen und Bewohner der Einrichtung anwesend. Im Vordergrund sind außerdem zu sehen Angelika Eberle (v.l.) und Nahid Farshi von „lokal willkommen“ und Abasse So, Leiter der Unterkunft. © Stadt Dortmund

Das Dortmunder Integrationsnetzwerk „lokal willkommen“ hat 200 Alltagsmasken in der Flüchtlingsunterkunft in der ehemaligen Dietrich-Bonhoeffer-Grundschule in Derne verteilt. Die Übergangseinrichtung, in der zur Zeit 65 Menschen leben, betreibt das Rote Kreuz.

Genäht hatten die Masken rund ein Dutzend andere Flüchtlingsfrauen in ihrer Freizeit. Sie kommen unter anderem aus Syrien, Afghanistan, dem Iran und dem Irak.

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Die Übergabe der Masken fand in der Einrichtung nur im kleinen Kreis statt. Als Dankeschön für ihre Hilfsbereitschaft überraschten die Bewohner die ehrenamtlichen Näherinnen aber trotzdem mit einem afrikanischen Buffet. Von Angelika Eberle, Sozialarbeiterin bei „lokal willkommen“, gab es außerdem eine Urkunde und ein kleines Präsent.

Hilfsbereite mit Näherfahrung werden weiterhin gesucht

Eine ähnliche Aktion hatte das Integrationsnetzwerk bereits im Frühjahr organisiert. Damals nähten geflüchtete Frauen für die Seniorenzentren, die ambulante Pflege sowie die Notgruppen von AWO-Kitas und Tagespflege sogar 400 Masken.

Weil zur Bewältigung der Corona-Krise langer Atem gebraucht wird, sucht das Netzwerk auch weiterhin Interessierte mit Näherfahrung. Wer helfen möchte, kann sich unter der Telefonnummer 0231 50 10 660 bei Andrea Wojahn von „lokal willkommen“ melden.

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