Fliesen im Becken des Evinger Hallenbades haben schon wieder Risse - Wasser muss raus

dzHallenbad Eving

Sechs Wochen war alles gut, jetzt gibt es erneut eine Hiobsbotschaft für die Betreiber des Evinger Hallenbades. Das Bad wird erneut kurzfristig schließen müssen.

Eving

, 10.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Anfang Februar war der Schreck groß, als eine Besucherin einen Riss im Boden des großen Beckens entdeckte. Jetzt zeigen sich erneut Risse in den Fliesen des Beckens. Und damit droht das gleiche Prozedere wie erst Anfang Februar nun erneut. Das Bad wird für die Reparatur kurzfristig schließen müssen: Geöffnet ist bis einschließlich Sonntag, 14. April, dann wird das Bad zwei Wochen geschlossen bleiben müssen.

Betreiberin des Bades ist die SG Eving. 1. Vorsitzender Gerhard Wolter ist frustriert: „Immer, wenn man gerade glaubt, alles im Griff zu haben, dann ist wieder irgendetwas“, sagt er.

Das Evinger Bad ist ein halbes Jahrhundert alt

50 Jahre ist das Evinger Bad alt. Da kann immer etwas sein. Das ist wohl so. Dass jetzt innerhalb kürzester Zeit zweimal Risse in den Fliesen auftauchen, ist dennoch mehr als ärgerlich, denn eigentlich wollte man sich bei der SG Eving mit etwas Erfreulicherem beschäftigen: mit dem Kauf neuer Türen für das Bad. Dafür hat die Bezirksvertretung 15.000 Euro bereitgestellt. Insgesamt sollen langfristig rund 30 Türen im Bad ersetzt werden.

Jetzt aber geht es erst einmal um die Reparatur der Fliesen. Schon seit rund drei Wochen ist der vordere Teil zweier Bahnen gesperrt, damit Besucher sich nicht verletzen. Gerne hätte Wolter schon früher mit der Reparatur begonnen, aber „wir mussten erst einmal die Fliesen anfertigen lassen“, sagt er. Bei der Reparatur Anfang Februar hatte man über 100 alte Fliesen wieder einsetzen können.

Das Wasser kann nur langsam aus dem Becken gelassen werden

Nun also geht alles wieder von vorne los: Erst einmal muss das Wasser abgelassen werden. Das dauert, „das können wir nur langsam ablassen, um Spannungen zu vermeiden“, erklärt Wolter. Dann werden die neuen Fliesen verklebt. Bis das neue Wasser drin und wieder warm ist, wird die zweite Woche ins Land gehen. Theoretisch könnte man ein Teil des Wassers im Becken lassen, aber dieser Versuch hat sich bei der Februar-Reparatur als nicht sinnvoll erwiesen: Die Arbeiten sind staubig und der Staub verunreinigt das übrige Wasser.

Bisher keine Hinweise auf schwerwiegende Schäden

Es gibt Hoffnung, dass auch dieses Mal die Reparatur wie geplant verläuft: Denn Risse im Keller des Gebäudes wurden auch dieses Mal nicht gefunden. Probebohrungen des Geotechnik-Instituts Dr. Höfer haben bisher keine weiteren Erkenntnisse gebracht. Die Auswertungen sind aufwendig und laufen noch. Spätfolgen des Bergbaus seien aber unwahrscheinlich, heißt es. Anderswo hätten sich bei bestimmter Bodenbeschaffenheit als Folge des trockenen Sommers Hohlräume im Boden gebildet. Das könne zu einer Absenkung des Bodens führen. Es gibt bisher keine Hinweise darauf, dass das hier so ist.

Das Badpersonal ist am Montag, 15. April, vor Ort. Dann ist es möglich, Kinder im Alter zwsichen 6 und 24 Monaten für die Babyschwimmkurse amzumelden. Darauf weist die SG Eving hin.
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