Fliegerbombe: Gefährlicher Einsatz im Kohlehafen

DORTMUND Eine britische 125-Kilo-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist am Montag am Kohlehafen bei Bauarbeiten gefunden und vom Kampfmittelexperten Walter Luth von der Bezirksregierung Arnsberg entschärft worden.

07.07.2008, 12:44 Uhr / Lesedauer: 1 min

„Es war ein sehr gefährlicher Einsatz“, sagte er. Die Entschärfung selbst dauerte von 10 bis 10.50 Uhr. Üblich ist eigentlich eine Viertelstunde. Schwierig war es aus zwei Gründen: Die in Amerika für die Briten hergestellte Bombe war mit einem sehr seltenen Kopfzünder versehen.

„Einen solchen Zünder habe ich, seitdem ich das mache, noch nicht gesehen“, so Walter Luth, der seit 1983 diesen Job hat. Dann hatte die Bombe noch einen Bodenzünder. Ebenfalls ein seltenes Exemplar, das Luth in seiner Dienstzeit zuvor erst dreimal gesehen hatte.

Doch der Profi hat es gut gemeistert. Die circa 120 Beschäftigten der vier ortsansässigen Betriebe am Kohlehafen konnten gegen 11 Uhr wieder zur Arbeit gehen. Sie waren ab 9 Uhr gebeten worden, den Sicherheitsradius von 200 Metern zu verlassen.

Während der Entschärfung musste der Straßenverkehr am Kohlenweg gesperrt werden, ebenso der Schiffsverkehr in diesem Bereich des Kohlehafens musste stillgelegt werden.

Lesen Sie jetzt