Für einen Euro gibt es eine FFP2-Maske zu Pasta oder Pizza. © picture alliance/dpa
Coronavirus

FFP2-Masken zur Pizza: Restaurant in Dortmund bietet speziellen Lieferdienst an

Nach dem Gebot zum Tragen medizinischer Masken nehmen mehr Unternehmen die FFP2-Masken ins Sortiment auf - so auch ein bekanntes Restaurant. Hier gibt es die Masken als Zusatz-Lieferung zum Essen.

„Eine Magaritha, einmal Spaghetti Bolognese und fünf FFP2-Masken, bitte” – So oder so ähnlich lauten seit einer Woche die Bestellungen in einem Dortmunder Restaurant.

Sein Team und er hätten sich „schlichtweg geärgert” über die zum Teil im Handel nach seinem Empfinden verlangten „Wucherpreise” für FFP2-Masken, sagt Mirko Silz. Er ist CEO der Kette L’Osteria. Deswegen bieten alle Filialen – in Dortmund gibt es zwei – nun ebenfalls FFP2-Masken an: für einen Euro je Maske.

1000 Masken in Dortmunder Filiale

Da die L´Osteria Filiale am Friedensplatz momentan geschlossen ist, beteiligt sich in Dortmund einzig die Filiale am Europlatz an der Aktion. Rund 1000 Masken, so die stellvertretende Betriebsleiterin Clarissa Bolz, habe man vor rund einer Woche bekommen: „Circa 150 bis 200 haben wir schon verkauft.”

Die Kunden können neben dem gewünschten Essen bei ihrer Bestellung die Masken mit in Auftrag geben und sie sich zusammen mit dem Essen nach Hause liefern lassen. Möglich sei das über die Hauseigene App oder über delivery.losteria.de, sowie über das Telefon.

Bis zu fünf Masken gibt es pro Bestellung bei L´Osteria zu erwerben.
Bis zu fünf Masken gibt es pro Bestellung bei L´Osteria zu erwerben. © L´Osteria © L´Osteria

„Allerdings sind nur fünf Masken pro Bestellung zu bekommen”, so Bolz. Mit der Begrenzung möchte man bei L´Osteria etwaigen Hamsterkäufen entgegensteuern und gleichzeitig sicherstellen, dass genug Masken für alle Gäste da sind.

Und die freuen sich, wie die stellvertretende Betriebsleiterin berichtet, „vor allem darüber, dass die Masken bei uns so günstig sind.” Trotz des niedrigen Preises sei übrigens sichergestellt, dass alle Masken CE-zertifiziert seien.

“Werden an dem Verkauf nichts verdienen”

Für CEO Silz stünden die Gäste bei der Aktion im Vordergrund, wie er betont: „Wir wollen und werden an dem Verkauf nichts verdienen, es ist eine solidarische Geste gegenüber unseren treuen Gästen“, gibt er zu Protokoll. Eine Geste, die möglich sei, “weil wir von unserem Lieferanten einen fairen Preis erhalten”.

Ob allerdings Kunden nun auch speziell wegen der Masken bei L‘Osteria bestellen, wisse sie nicht: “Gesagt hat es zumindest niemand.”

Eines ist zumindest sicher: Die Restaurantkette macht mit der Aktion von sich reden, unsere Redaktion ist nicht die erste, die darüber berichtet. Von daher kann man getrost sagen: eine Werbewirkung wird durch die Aktion sicherlich auch erzielt.

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