Feuerteufel haben es auf die Kleingartenanlage Im Massbruch abgesehen

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Zum wiederholten Male waren Brandstifter in der Schürener Anlage unterwegs. Diesmal zündeten sie ein Gewächshaus an. Wie schon vor vier Wochen hatten die Kleingärtner Glück im Unglück.

Schüren

, 20.10.2020, 17:54 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer hat es auf die Kleingartenanlage Im Massbruch abgesehen? Das müssen sich momentan deren Mitglieder fragen, denn keine vier Wochen nachdem Unbekannte das große Versammlungszelt vor dem Vereinsheim angezündet hatten, waren erneut Brandstifter in der Anlage unterwegs.

Die nahe Laube blieb verschont

Am Dienstagabend (13. Oktober) zündeten sie übereinandergestapelte Holzscheite an, wobei das Feuer glücklicherweise nicht auf die nahe Laube übersprang.

Am Sonntagmorgen (18. Oktober) setzten sie ein Kunststoff-Gewächshaus in Brand, von dem nur das Stahlgerippe übrig blieb. Beide Male musste die Feuerwehr in die Schürener Gartenanlage ausrücken.

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Warum die Feuerteufel ausgerechnet die Anlage Im Massbruch mehrfach heimsuchten, vermag auch Carsten Moch, Vorsitzender des Gartenvereins, nicht zu sagen: „Wir stehen mit benachbarten Kleingartenvereinen in Kontakt - sie haben dieses Problem nicht. Man hat fast das Gefühl, als handele es sich bei den Tätern um Nachahmer der Brandserie im Dortmunder Westen.“

Bereits im Jahr 2013 Feuer gelegt

Auch bei dem brennenden Gewächshaus können die Besitzer von Glück reden, dass das Feuer nicht die angrenzende Laube erfasste. Denn im Gegensatz zu den älteren, zumeist gemauerten Gartenhäuschen besteht besagte Laube aus Holz. Und das hat einen kuriosen Grund: Bereits 2013 hatten Unbekannte den Vorgänger des Holzgebäudes angezündet.

Zwei Feuerwehrleute verletzt

Die damalige Brandstiftung verlief allerdings alles andere als glimpflich: Eine in der Laube befindliche Gasflasche explodierte, sodass das Dach wegflog, die Wände einstürzten und zwei Feuerwehrleute verletzt wurden.

So sah der Schaden aus, den Unbekannte in der Anlage angerichtet hatten.

So sah der Schaden aus, den Unbekannte in der Anlage angerichtet hatten. © Jörg Bauerfeld (Archiv)

Einen Sinn ergibt das kriminelle Handeln der Unbekannten nicht - dafür aber einen beträchtlichen Schaden. 7000 Euro kostete das Zelt vor dem Vereinsheim, das sich die Kleingärtner erst kurz vor dem Brand am 22. September zugelegt hatten.

„Dafür hat der Verein vier Jahre lang gespart“, sagt Moch, „nun müssen die zerstörten Teile ersetzt werden, was knapp 3000 Euro kostet.“

Versicherung zahlt den Schaden nicht

Und da es sich nicht um ein feststehendes Gebäude handele, sei der Schaden auch nicht von einer Versicherung gedeckt. „Die 3000 Euro können wir noch aufbringen, aber dann darf auch nichts mehr passieren“, kann der Vorsitzende nur hoffen, dass sein Verein künftig von Vandalismus oder gar erneuter Brandstiftung verschont bleibt.

So traurig es ist, aber darauf deutet derzeit nichts hin. Denn bereits wenige Wochen vor dem Brand des Zeltes und des Gewächshauses hatten Unbekannte ihr Unwesen in der Anlage getrieben.

Einmal versuchten sie, einen Sonnenschirm anzuzünden, ein anderes Mal setzten sie Holzscheite in Brand, sodass auch damals die Feuerwehr anrücken musste.

Zwei Einbrüche in vier Tagen

Zudem sei Anfang September ein Schuppen gleich zweimal binnen kürzester Zeit aufgebrochen worden, berichtet Moch. Die beim ersten Mal entwendeten Gartengeräte hätten die Eigentümer umgehend durch neue ersetzt, die dann nur vier Tage später beim zweiten Einbruch ebenfalls gestohlen worden seien: „Der Schaden betrug 1300 Euro.“

Da durch die Kleingartenanlage im Massbruch ein öffentlicher Weg führt, kann das Eingangstor auch nachts nicht abgeschlossen werden.

Da durch die Kleingartenanlage im Massbruch ein öffentlicher Weg führt, kann das Eingangstor auch nachts nicht abgeschlossen werden. © Michael Schuh

Den Kleingärtnern bleibt nur zu wünschen, dass Kriminelle nicht für weitere Schäden sorgen, denn die Vereinskasse ist auch aufgrund der Corona-Pandemie alles andere als gut gefüllt.

„In den Vorjahren haben wir unser Vereinsheim oftmals für Feste vermietet“, erläutert Moch, „aber solche Feste gibt es zurzeit ja kaum. Und diese Einnahmen fehlen uns.“

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