Wie eine Ferienbaustelle Autofahrer und Anwohner im Kaiserstraßenviertel nervt

dzPrinz-Friedrich-Karl-Straße

Kleine Baustelle mit großer Wirkung: Die Prinz-Friedrich-Karl-Straße im Kaiserstraßenviertel ist seit Beginn der Ferien gesperrt. Das Verkehrschaos in den ist groß, hat aber bald ein Ende.

Dortmund

, 20.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Der Verkehrsdruck ist in diesem Wohnviertel hoch: Im Umfeld leben rund 25.000 Menschen, hier entlang führen wichtige Wege von und zur Bundesstraße 1, hier parken viele Menschen, die an der Kaiserstraße arbeiten.

In der ersten Ferienwoche war diese Achse blockiert. Grund dafür war eine Baustelle auf der Prinz-Friedrich-Karl-Straße. Diese ist offiziell bis zum Ende der Osterferien am 26. April angelegt.

Am Karfreitagmorgen ist die erste Baustelle weg - Die nächste ist schon wieder da

Wie das Tiefbauamt der Stadt Dortmund mitteilt, sind hier zwei Gullys so verstopft, dass sie nicht einfach gereinigt werden können. „Sie müssen erneuert werden, damit der damit der Straßenablauf bei Regen ungehindert möglich ist“, heißt es in einer Mitteilung des Tiefbauamts. Die sogenannte Sinkkasten-Leitung müsse bis zum Hauptkanal auf rund 3,5 Metern erneuert werden.

Die ausführende Firma Höhler sei bemüht die Straße an den Osterfeiertagen wieder frei zu geben, so das Tiefbauamt. Am Donnerstagnachmittag stehen die Absperrungen noch. Stand am Freitagmorgen: Die Fahrbahn ist zwischen Dreihüttenstraße und Bismarckstraße wieder frei.

Dafür folgt am Dienstagmorgen die nächste Umleitung: Auf Höhe der Düsseldorder Straße ist die Zufahrt zur Prinz-Friedrich-Karl wieder geschlossen. Dort stehen dieselben Arbeiten an wie einige hundert Meter weiter. Sie sollen bis Ende der Woche abgeschlossen sein.

Umleitung strapazierte die Nerven von Anwohnern und Autofahrern

Der Nerven vieler Anwohner Autofahrer und Anwohner waren schon nach wenigen Tagen angespannt. Zur Rush-Hour stauten sich hier Pendler, Linienbusse und Lkw - kostenloses Hupkonzert inklusive.

„Es gibt gar keine Möglichkeit mehr, manche Straßen ohne einen Riesenumweg zu erreichen“, sagt ein Anwohner nach einer halben Stunde Umweg. Hinzu kamen Autofahrer, die in die falsche Richtung in Einbahnstraßen abbiegen oder in der morgendlichen Eile und Genervtheit viel zu schnell unterwegs sind.

„Gerade fährt alles, was zur B1 fährt, hier durch“, sagt Anwohnerin Christa Steinhäuser, die gerade mit ihrem Rollator auf dem Weg zum Einkaufen ist. Sie sei am Mittwoch mit dem Bus aus dem Krankenhaus gekommen und habe erstmal gucken müssen, wo sie aussteigen könne. Denn auch die Linie 452 halte derzeit nicht an der Haltestelle in der Prinz-Friedrich-Karl-Straße.

Die Buslinie 452 fährt bis zum Ende der Baustelle in Richtung Geßlerstraße nicht mehr über die Haltestellen „Bismarckstr.“ und „Moltkestr.“. Es gibt eine Umleitung ab der Klönnestraße über Hamburger Straße und Heiliger Weg. Die Haltestelle „Funkenburg“ wird auf die Klönnestraße verlegt.

Die Prinz-Friedrich-Karl-Straße passieren täglich mehr als 5000 Autos

Die Prinz-Friedrich-Karl-Straße verläuft parallel zur Kaiserstraße, zur Hamburger Straße und zur Kronprinzenstraße. Sie hat eine wichtige Funktion: Ein bedeutender Teil des Ost-West-Verkehrs in der Dortmunder Innenstadt fließt hier entlang.

In die Gegenrichtung gilt dasselbe für die Kronprinzenstraße. Bei der aktuellsten Verkehrszählung 2017 wurden an der Prinz-Friedrich-Karl-Straße 580 Fahrzeuge pro Stunde und an der Kronprinzenstraße 440 Fahrzeuge pro Stunde registriert.

Die Ferien-Umleitung war deshalb kompliziert, weil zwischen Prinz-Friedrich-Karl-Straße und mehrere Einbahnstraßen in jeweils wechselnde Richtung liegen. Deshalb sind die Umwege unter Umständen besonders lang. Die ungewöhnlich hohe Einbahnstraßendichte gibt es auch deshalb, weil hier noch vor zehn Jahren einer der größten Unfallschwerpunkte Dortmunds lag.

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